Das slowakische Štúrovo und das ungarische Esztergom liegen dicht beieinander, nur durch die Donau getrennt. 1895 wurde zwischen den beiden Städten eine eiserne Brücke gebaut und nach Erzherzogin Marie Valerie benannt, der jüngsten Tochter von Kaiser Franz Joseph. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie jedoch zerstört – und über Jahrzehnte hatten die Bewohner der beiden Städte kaum eine Möglichkeit, Freunde und Verwandte am anderen Ufer zu treffen. Wenn sie miteinander sprechen wollten, gingen sie abends oder frühmorgens an den Fluss und riefen sich über das Wasser hinweg zu. Heute erstrahlt die Maria-Valeria-Brücke wieder in vollem Glanz, und nur noch ein Projekt, das hier vor über 20 Jahren entstanden ist, erinnert an die Zeit der improvisierten Kommunikation. Zum 20-jährigen Jubiläum hat der Autor der Idee Karol Frühauf nun ein Buch herausgegeben, in dem er die Geschichte dieses in der Slowakei einzigartigen Projekts erzählt.
Haus des Brückenwächters
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