Über zwei Millionen Wähler, fast 3.000 Städte und Gemeinden sowie mehr als 23.000 besetzte Ämter. Die Slowakei hat die verbundenen Kommunal- und Regionalwahlen hinter sich gebracht. Die aus organisatorischer Sicht umfangreichsten Wahlen im Land, bei denen die Menschen nicht nur über ihre Bürgermeister, sondern auch die Stadt- und Regionalvertretungen entscheiden.
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass sich die Wahlberechtigten in den meisten Fällen für Kontinuität entschieden haben. Alle acht Vorsitzenden der Selbstverwaltungsbezirke verteidigten ihre Mandate. Obgleich sie unterschiedliche politische Strömungen repräsentieren, haben sie von den Wählern das Mandat für weitere vier Jahre erhalten.
In der Führung der acht Bezirkshauptstädte kommt es zu drei personellen Veränderungen. Košice bekam einen neuen Oberbürgermeister. In der europäischen Kulturhauptstadt Trenčín wird der bisherige Bürgermeister von seinem Stellvertreter abgelöst. Trnava bekommt eine neue Bürgermeisterin. Die erste Frau an der Spitze dieser Stadt erreichte zudem einen historischen Erfolg: keiner ihrer Vorgänger erhielt je so viele Stimmen.
In Košice gab es eine der größten Wahlüberraschungen. Mit deutlichem Vorsprung wurde Ladislav Lörinc zum neuen Oberbürgermeister gewählt. In Bratislava dagegen konnte Matúš Vallo sein Mandat mit über 64 Prozent der Stimmen verteidigen.
Der deutlichste Trend zeichnet sich jedoch außerhalb der großen Städte ab. Zum ersten Mal besetzen unabhängige Kandidaten die meisten Bürgermeisterämter. Sie waren in über der Hälfte der Kommunen erfolgreich, während ihr Anteil vor 24 Jahren nur etwa ein Drittel erreichte.
In kleineren Ortschaften punkteten auch die Parteien der Regierungskoalition. Die meisten Bürgermeister (258) verzeichnet erneut Hlas-SD, etwas weniger erreichte Smer-SD. Die stärkste Oppositionspartei im Parlament, Progresívne Slovensko, kann nur zwei eigene Bürgermeister vorweisen.
Die Wahlen enthüllten gleichzeitig auch ein Problem der slowakischen Kommunalpolitik. In über eintausend Gemeinden hatte der Bürgermeisterkandidat keinen Gegenkandidaten. Die Einwohner konnten also nicht unter mehreren Möglichkeiten wählen.
Die Wahlbeteiligung war im Vergleich zu den vorherigen Wahlen gestiegen. Bei den Kommunalwahlen belief sie sich auf 48,5 Prozent, bei den Regionalwahlen auf knapp 47 Prozent.
Die Ergebnisse haben unter anderem gezeigt, dass die Wähler bei der Entscheidung über die Führung der Städte und Gemeinden nicht nur auf die politische Zugehörigkeit schauen. Eine wichtige Rolle spielen vor allem konkrete Kandidaten und ihre Arbeit in der Selbstverwaltung.
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Die Slowakei ist dem wahrscheinlich größten Geschäft in der Geschichte des Landes wieder einen Schritt nähergekommen. Das US-amerikanische Unternehmen Westinghouse wird in den kommenden sechs Monaten an einer Studie arbeiten, die die Ingenieurs-, Lizenz- und Planungsaktivitäten zum Bau eines Reaktors AP1000 auf dem Gelände des Atomkraftwerks Jaslovské Bohunice voranbringt.
Einen Teil der Kosten für diese Studie finanziert das US-Außenministerium. Die Vereinbarung wurde im Regierungsamt von Vertretern der Unternehmen, die den Handel für beide Staaten leiten, der Geschäftsträgerin der US-Botschaft in Bratislava Courtney Kline sowie Ministerpräsident Robert Fico unterzeichnet: „Der politische Wille der von mir geführten Regierung ist völlig klar: Der Bau eines neuen Kernkraftwerks mit einer Leistung von 1.100 MW. Wir sind daran interessiert, auf der Grundlage gegenseitigen Respekts, auf der Grundlage einer vollständigen Nutzung der Kapazitäten der Slowakei und auf der Grundlage umfassender Erfahrungen der Slowakei im Bereich Kernenergie zusammenzuarbeiten.“
Die parlamentarische Opposition forderte sowohl die Regierung als auch die US-Botschaft in Bratislava dazu auf, die Höhe des unterzeichneten Vertrags zu veröffentlichen. Ivan Štefunko von der Partei Progresívne Slovensko erklärt: „Wir werden alles dafür tun, damit dieser Prozess nicht unumkehrbar ist. Als verbündete Opposition und in Zukunft auch als Koalition werden wir dieses Projekt ernsthaft überprüfen.“
Gemäß der US-amerikanischen Seite beläuft sich der Beitrag der Vereinigten Staaten in diesem Schritt auf knapp fünf Millionen Euro. Der slowakische Regierungschef kündigte an, dass sich der künftige Reaktor vollständig im Besitz der Slowakei befinden wird. Das Preisangebot wird sich aus der nächsten Studie ergeben, der geschätzte Betrag kann sich auf über 15 Milliarden Euro belaufen.
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Wissenschaftler der Universität Žilina haben in Genf die Forschungsergebnisse bezüglich der vorderen Bremsleuchte in der Arbeitsgruppe der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen vorgestellt. Im Echtbetrieb wurde die Technologie an über 3.000 Autos getestet, die zusammen über 38 Millionen Kilometer zurücklegten. Gemäß den präsentierten Ergebnissen war die Unfallquote bei Fahrzeugen mit vorderer Bremsleuchte um rund 12 Prozent geringer. Die slowakischen Forscher bereiten nun ein Konzept zur Änderung der internationalen Vorschriften vor.
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Die slowakische Astrobiologin Michaela Musilová wird an der geplanten internationalen Weltraummission ECM1 teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine private europäische suborbitale Mission, die im kommenden Jahr stattfinden soll. An Bord sollen Vertreter Tschechiens, der Slowakei, Polens und Deutschlands sein.
Michaela Musilová, die in der Vergangenheit Dutzende simulierte Mars- und Mondmissionen geleitet hat, wird für das wissenschaftliche Programm verantwortlich sein. Wenn die Mission stattfindet, könnte sie die erste Slowakin im Weltall werden.
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Einer der zahlreichen Höhepunkte der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des Rundfunks in der Slowakei war das Galakonzert des Symphonieorchesters des Slowakischen Rundfunks. Neben Werken von Ján Levoslav Bella, Alexander Moyzes, Ilja Zeljenka, Antonín Dvořák und Svetozár Stračina erklangen Melodien von Gejza Dusík, Bartolomej Urbanec, Miro Žbirka und anderen. Der Slowakische Rundfunk hat sie jahrzehntelang ausgestrahlt, aufgenommen und den Hörern in immer wieder neuer Form nähergebracht. 100 Jahre Rundfunk – das ist ein Jahrhundert voller Stimmen, Melodien und Geschichten, die in das Leben der Hörerschaft Einzug hielten und nach und nach Teil des kulturellen Gedächtnisses wurden.