Stabilisierungszulage für Krankenschwestern ersatzlos gestrichen

Stabilisierungszulage für Krankenschwestern ersatzlos gestrichen

Im Oktober 2026 wird die Auszahlung der sogenannten Stabilisierungszulage an Krankenschwestern und Hebammen beendet. Einen Ersatz gibt es bislang nicht. Die Gewerkschaft der Krankenschwestern und Hebammen fordert eine systematische Anpassung der Vergütung.

Die Grundgehälter der Krankenschwestern hierzulande beginnen bei 1.295 Euro brutto und enden bei ca. 2.209 Euro brutto nach 30 Jahren im Berufsleben. Auch Katarína arbeitet als Krankenschwester. Sie betreut seit 28 Jahren Patienten. Sie freute sich über die Stabilisierungszulage von 375 Euro, die sie monatlich erhielt: „Die 300 Euro netto haben mir sehr geholfen, da ich dadurch etwas Geld sparen und meine Finanzen besser organisieren konnte als ohne diese Zulage“. Pflegekräfte und Hebammen, die in Krankenhäusern arbeiten, erhielten die Stabilisierungszulage seit März dieses Jahres.

„Diese Stabilisierungszulage machte einen recht hohen Prozentsatz meines Gehalts aus. Als Vater von drei Kindern werde ich sie angesichts der jüngsten Ereignisse und der Steuerbelastung sowie der abgeschafften Steuervergünstigungen deutlich spüren“, beschreibt die Lage der als Geburtshelfer arbeitende Lukáš Činčurák.

Die Gewerkschaften und der slowakische Gesundheitsminister Kamil Šaško (Hlas-SD) suchen momentan nach einer Lösung. Beide Seiten sind sich einig, dass die Stabilisierungszulage nicht ausreicht.

Monika Kavecká, Präsidentin der Berufsgewerkschaft der Krankenschwestern und Hebammen, erklärt: „Wir brauchen einen Systemwandel, und das erfordert ein Gesetz. Dieses Gesetz wird eine langfristige Gültigkeit gewährleisten. Wir müssen eine bestimmte Entlohnung für junge Berufsanfänger*innen einführen, dürfen aber diejenigen nicht vergessen, die ihr familiäres Umfeld, ihre Gesundheit und ihr Fachwissen in den Dienst des Gesundheitswesens gestellt haben“.

Das slowakische Gesundheitsministerium gibt an, an Lösungen zu arbeiten. Nach Angaben der Kammer der Krankenschwestern und Hebammen fehlen in der Slowakei mittlerweile knapp 14.000 Krankenschwestern. Laut OECD-Daten gibt es in der Slowakei nur 5,7 Krankenschwestern pro 1.000 Einwohner, während der Durchschnitt in den OECD-Ländern bei 9,2 Krankenschwestern pro 1.000 Einwohner liegt.

Quelle: Správy STVR
Juraj Gigac; Foto: TASR

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