Slowakei schafft mehr als 2.500 neue Stellen in öffentlicher Verwaltung

Slowakei schafft mehr als 2.500 neue Stellen in öffentlicher Verwaltung

Im kommenden Jahr sollen in der Slowakei voraussichtlich über zweitausend neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der öffentlichen Verwaltung eingestellt werden. Gleichzeitig dürften auch die Personalkosten auf über 15 Milliarden Euro steigen. Der Staat setzt dabei auf die Stärkung einiger Ministerien. Ökonomen sehen die Lösung jedoch eher in einer effizienteren Arbeitsweise der Behörden als in einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl.

Die Zahl der Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung soll bis 2027 um 2.535 Personen steigen. Dies kündigt die Regierung im Staatshaushalt an. Die meisten neuen Mitarbeiter, nämlich 1.815, darunter 1.300 Berufssoldaten, sollen im Verteidigungsministerium eingestellt werden.

Weitere 498 Mitarbeiter sollen für EU-finanzierte Projekte eingestellt werden. Das slowakische Umweltministerium rechnet mit 260 und das Arbeitsministerium mit weiteren 200 neuen Stellen. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen sollen im regionalen Bildungswesen 694 neue Arbeitskräfte eingestellt werden. Zudem wird die Zahl der Beschäftigten in der Kommunalverwaltung um fast tausend Personen steigen. Der Vorsitzende des Verbandes der Städte und Gemeinden der Slowakei, Jozef Božik: „Dies betrifft vor allem die Positionen von Schulassistenten und Mitarbeitern im Bereich der Sozialdienste. Der Grund dafür ist, dass unsere Bevölkerung altert und das Interesse an der Tätigkeit als Pflegekraft im Außendienst wächst.“

Ökonomen weisen jedoch auf eine Überbesetzung in einigen Bereichen der öffentlichen Verwaltung hin. So auch der Volkswirt Viliam Páleník von der Slowakischen Akademie der Wissenschaften: „Die größte Überbesetzung besteht in den Bereichen, die direkt die persönliche Unterstützung des Ministers oder Staatssekretärs gewährleisten. Dazu gehören Protokoll, Presse, Transport, Sicherheit, das persönliche Sekretariat und ähnliche Bereiche.“

Vom slowakischen Finanzministerium heißt es, der Anstieg der Mitarbeiterzahlen resultiere aus der unumgänglichen Notwendigkeit, auf die sich stetig verschlechternde Sicherheitslage weltweit zu reagieren und die internen Sicherheitsstrukturen zu stärken. Die öffentliche Verwaltung rechnet zudem ab Juli 2027 mit einer Gehaltserhöhung von 8,4 Prozent.

Quelle: STVR

Jürgen Rendl, Foto: TASR

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