Pellegrini und Droba beim Botschaftsempfang zum Tag der deutschen Einheit

Pellegrini und Droba beim Botschaftsempfang zum Tag der deutschen Einheit

Am 3. Oktober wird zum 36. Mal der Tag der deutschen Einheit begangen. Aus diesem Anlass hatte die deutsche Botschaft in Bratislava am Donnerstag (1.10.) zu einem festlichen Empfang eingeladen. Im Divadlo Aréna am Donau-Ufer kamen zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland zusammen, unter ihnen der slowakische Staatspräsident Peter Pellegrini und der Vorsitzende der Selbstverwaltungsregion Bratislava Juraj Droba. Der deutsche Botschafter Dr. Thomas Kurz unterstrich in seiner Ansprache nicht nur den hohen Stand der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder, sondern brachte seine Solidarität mit der slowakischen Kulturszene zum Ausdruck, die nach seinen Worten "leider weiter unter Druck" stehe. Auch der russischen Aggression gegen die Ukraine als Nachbarland der Slowakei widmete Botschafter Kurz einen Teil seiner Rede und hob dabei die Bedeutung einer gemeinsamen solidarischen Haltung von EU und NATO hervor.

Präsident Pellegrini sprach sein Grußwort auf Deutsch und brachte damit seine Wertschätzung der slowakisch-deutschen Beziehungen zum Ausdruck: „Liebe Freunde, die Botschaft der Deutschen Einheit bleibt aktuell. Sie zeigt, wie wichtig Vertrauen und der Wille sind, Trennendes zu überwinden. Europäische Einheit heißt nicht, dass wir immer einer Meinung sein müssen. Sie heißt, trotz Unterschieden gemeinsame Lösungen zu finden. Dazu gehört, dass wir uns auch in schwierigen Zeiten aufeinander verlassen können. Die Slowakei schätzt die Partnerschaft mit Deutschland sehr. Ich wünsche Deutschland und allen seinen Bürgerinnen und Bürgern Frieden, Gesundheit und Wohlstand. Einst haben wir uns nach einem Europa ohne Mauern gesehnt. Sorgen wir heute dafür, dass zwischen uns keine neuen entstehen.“

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Vor wenigen Tagen hatte der Außenminister der Bundespublik Deutschland Johann Wadephul der Slowakei einen Besuch abgestattet und sich mit dem slowakischen Außenminister Juraj Blanár und Regierungschef Robert Fico (beide Smer-SD) getroffen. In einer offiziellen Verlautbarung hieß es, dass zwischen beiden Ländern keine offenen Fragen bestehen. Angesprochen auf die Unterschiede oder Parallelen in den innenpolitischen Entwicklungen beider Länder sagte Botschafter Kurz am Mittwoch (30.9.) in einem Interview für RSI: „Ich würde erstmal auch Parallelen sehen. Wir sehen, dass in beiden Gesellschaften, was sich in der Politik übersetzt, die Ränder sich polarisieren, dass das Zentrum, die Mitte geschwächt wird – das haben wir in beiden Ländern. Mit dem Unterschied, dass in Deutschland die Mitte noch knapp die Regierung stellen kann, was in der Slowakei, jedenfalls zur Zeit, nicht der Fall ist.“

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Das vollständige Interview ist demnächst in einer Magazinsendung zu hören. Der festliche Empfang im Arena-Theater, das zur Selbstverwaltungsregion Bratislava gehört, war auch für deren Vorsitzenden Juraj Droba Anlass für ein Grußwort. Dabei sprach er vom Tag der deutschen Einheit als einem Moment der Erinnerung an die Geschichte von europäischer Teilung, Grenzen und Eisernem Vorhang, aber auch von deren Überwindung. Musikalischer Höhepunkt am Ende des Botschaftsempfangs im Arena-Theater Bratislava war das Konzert der Bigband der Bundeswehr, die nicht nur für Partystimmung sorgte, sondern auch im offiziellen Teil die Nationalhymnen spielte.

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Quelle: SRo/RSI

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Kay Zeisberg; Foto: RSI

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