Minister würdigen das Vorgehen der Schule bei der Messerattacke eines Achtklässlers

Minister würdigen das Vorgehen der Schule bei der Messerattacke eines Achtklässlers

An der Grundschule mit Kindergarten in der nordwestslowakischen Gemeinde Staškov kam es am Dienstag (29.9.) zu einer Messerattacke. Tatverdächtig ist ein 13-jähriger Schüler der achten Klasse. Beim Angriff kam eine Lehrerin ums Leben, zwei weitere Personen – eine Pädagogin und eine Schülerin – wurden verletzt. Bereits am Freitag waren Probleme an der Grundschule festgestellt worden, mit denen man sich auseinandergesetzt hatte. Am Montag arbeiteten Fachkräfte des Beratungs- und Präventionszentrums mit der gesamten betroffenen Klasse. Darüber informierten Innenminister Matúš Šutaj Eštok und Bildungsminister Tomáš Drucker (beide Hlas-SD) nach dem Angriff am Dienstag.

Der Innenminister würdigte das Vorgehen der Schulleiterin, die bei dem Angriff vor Ort gewesen sein soll. „Sie ist buchstäblich nach allen verfügbaren Handbüchern vorgegangen und hat verhindert, dass sich die Tragödie noch mehr ausweiten kann“, sagte Šutaj Eštok. Wie er hinzufügte, traf kurze Zeit nach dem Übergriff eine Polizeistreife vor Ort ein und nahm den Angreifer fest. Laut dem Ressortchef wurden auch Interventionsteams und Psychologen in die Grundschule entsandt, die den Schülern sowie den Lehrkräften Beratung und psychologische Unterstützung anbieten. Nach Angaben des Innenministers befasst sich das Amt zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität des Polizeipräsidiums mit dem Fall. Da die Ermittlungen noch im Gange sind, wollte sich der Ressortchef in keiner Weise zu möglichen Motiven äußern.

Bildungsminister Tomáš Drucker erklärte: „Es tut mir leid, dass die Slowakei erneut von einer solchen Tragödie heimgesucht wurde. Ich möchte sagen, dass sowohl die Schule als auch die einzelnen zuständigen Stellen vorbildlich gehandelt haben. Wir müssen nun die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten. Leider können wir nicht immer alles verhindern, aber viele der Maßnahmen, die wir umgesetzt haben, waren auch in diesem Fall hilfreich. Die Schule hatte sofort auf einen Vorfall reagiert, der sich bereits in der vergangenen Woche hier ereignet hatte.“

Der slowakische Staatspräsident Peter Pellegrini bezeichnete den Angriff als eine ernste Warnung für die gesamte Gesellschaft. Seiner Ansicht nach müssten deshalb alle umso stärker darauf achten, welche Atmosphäre sie in der Gesellschaft schaffen. Nach Ansicht des Ministerpräsidenten Robert Fico (Smer-SD) muss man darüber sprechen, wie durch eine natürliche Erziehung die Autorität von Lehrkräften gestärkt werden kann und inwieweit sich Kinder von Gewaltdarstellungen inspirieren lassen. Die Gewerkschaft des Bildungswesens verurteilte den Gewaltakt gegen Lehrkräfte und Schüler. Sie betonte, dass die Sicherheit an Schulen nicht erst dann zum Thema werden darf, wenn es zu einem außergewöhnlichen Vorfall kommt.

Zum Vorfeld der gestrigen Ereignisse wurde bekannt, dass die Polizei fünf Tage vor dem Angriff eine Strafanzeige von der Grundschule aufgenommen hatte. Das Vorgehen der Beamten nach Eingang der Strafanzeige wird von der Behörde für den Inspektionsdienst geprüft.

Quelle: TASR

Marika Antašová, Foto: TASR

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