Internationale Konferenz über die öffentliche Gesundheit in der Hohen Tatra

Internationale Konferenz über die öffentliche Gesundheit in der Hohen Tatra

Die Slowaken leben weniger Jahre bei guter Gesundheit als der europäische Durchschnitt. Außerdem muss die Slowakei neben Polen der schnellsten Bevölkerungsalterung im Rahmen der Europäischen Union standhalten. Über Lösungen, die diesen Stand umkehren könnten, diskutieren internationale Experten aus Europa, Kanada und Australien bei einer Fachkonferenz in der Hohen Tatra seit dem 9. bis zum 11. September.

Zuzana Katreniaková, Vorsitzende der Nationalen (SAVEZ) und Mitglied der Europäischen Assoziation für öffentliche Gesundheit (EUPHA), informierte, dass Lösungen nicht nur auf neuen Geräten oder Medikamenten beruhen, sondern auch auf einer besseren Datennutzung, auf Künstlicher Intelligenz und einer effizienten Vorbeugung. Laut Katreniaková soll erreicht werden, dass Entscheidungen über die Gesundheit der Bevölkerung anhand von Daten und Vorbeugungsmaßnahmen getroffen werden. Die wichtigste Herausforderung ist dabei, verifizierte Vorgehensweisen sowie Innovationen real in die Praxis umzusetzen.

Obwohl das Durchschnittsalter in der Slowakei bei 78,6 Jahren liegt, ist die Zahl der Lebensjahre ohne gesundheitliche Beschwerden wesentlich geringer. Während die slowakischen Männer 56,8 Jahre bei guter Gesundheit leben, sind es im europäischen Durchschnitt 62,8 Jahren. Die Slowakei zählt in diesem Bereich zu den drei schlechtesten Ländern innerhalb der Union. An der EU-Tabellenspitze stehen Italien und Schweden, in denen das Durchschnittsalter bei über 84 Jahren liegt.

Oft wissen wir, was funktioniert, sind aber nicht in der Lage, dies bei den Menschen umzusetzen, sagte Iveta Rajničová Nagyová, Leiterin des Instituts für soziale und Verhaltensmedizin der Medizinischen Fakultät der P. J. Šafárik-Universität in Košice und Mitglied der Europäischen Gesundheitsunion. Sie ergänzte, dass bei der öffentlichen Gesundheit eine Innovation nicht immer ein neues Arzneimittel, eine neue Technologie oder ein modernes Krankenhaus bedeutet. Wenn man die Gesundheit der Bevölkerung verbessern will, muss man viel mehr in die Prävention, in die gesundheitliche Grundkenntnisse sowie in soziale und Verhaltensinnovationen investieren, hob die Expertin Rajničová Nagyová hervor. Die Forschung richtet sich auch auf ältere Menschen, wie sie mit dem digitalen Gesundheitswesen umgehen können, damit die moderne Betreuung nicht nur ausgewählten Gruppen zugänglich ist.

Teil der internationalen Konferenz ist auch ein Workshop slowakisch-schweizerischer Zusammenarbeit, die auf eine systematische Prävention bei chronischen Erkrankungen in den einzelnen Regionen und bei den Arbeitgebern abzielt. An der Konferenz partizipieren mehrere Institutionen: das Institut für soziale und Verhaltensmedizin der Medizinischen Fakultät der P. J. Šafárik-Universität in Košice, die Nationale Assoziation für öffentliche Gesundheit (SAVEZ), das slowakische Gesundheitsministerium, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Assoziation für öffentliche Gesundheit (EUPHA) sowie Organisationen von EuroHealthNet.

Quelle: TASR

Sofia Miklovic, Foto: TASR

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