Nationale Kommission soll Landwirten bei extremen Wetterereignissen helfen

Nationale Kommission soll Landwirten bei extremen Wetterereignissen helfen

Rekordhitze, extreme Trockenheit und Schäden in der Landwirtschaft. Der vergangene Sommer hat der Slowakei gezeigt, dass mit Wasser anders gewirtschaftet werden muss. Die Regierung richtet daher eine Nationale Kommission für Wasser und Dürre ein. Ihre Aufgabe soll sein, Lösungen zu finden, die von Bewässerung bis hin zu Stauseen reichen.

Der Sommer brachte den Landwirten extreme Bedingungen. Bereits im Juni verzeichneten Meteorologen auf etwa 37 Prozent der Fläche der Slowakei eine Dürre. Und genau gegen diesen Wassermangel will die Regierung mit ihrer neuen Kommission vorgehen, in der Ministerien, Kommunalverwaltungen und Experten zusammenarbeiten. Ihre Gründung wurde letzte Woche angekündigt, nun wurde ihre Satzung verabschiedet. An der Spitze der nationalen Kommission steht Ministerpräsident Robert Fico (Smer-SD). Stellvertretende Vorsitzende sind Landwirtschaftsminister Richard Takáč (Smer-SD) und Umweltminister Tomáš Taraba (nominiert von der SNS). Die Kommission soll mindestens viermal im Jahr tagen. Im Fachgremium der Kommission sollen mehrere Institutionen vereint werden, informierte der Landwirtschafsminister: „Mitglieder des Fachgremiums sind das Slowakische Hydrometeorologische Institut, das slowakische Wasserwirtschaftsunternehmen, das Nationale Forstzentrum sowie verschiedene Hochschulen. Alle, die über ausreichende Fachkenntnisse verfügen, werden Daten analysieren, verschiedene Varianten erarbeiten und Maßnahmen vorschlagen.“

Die Opposition weist darauf hin, dass die Regierung bereits konkrete Maßnahmen vorlegen sollte. So fordern die Christdemokraten von der KDH die Regierung auf, die Satzung zu überarbeiten und die Befugnisse des Ministerpräsidenten einzuschränken, durch die dieser Schlussfolgerungen der Kommission einseitig ändern kann. Laut der Abgeordneten Veronika Remišová brauche das Land keine solche Kommission, sondern eine wirksame Unterstützung im Kampf gegen die Dürre. Sie forderte deshalb Landwirtschaftsminister Takáč, möglichst bald Ausschreibungen für die Instandsetzung der Bewässerungsanlagen zu veröffentlichen.

Laut Takáč startet das Ressort vier weitere Ausschreibungen im Rahmen von Wasserrückhaltemaßnahmen und der Wasserwirtschaft für den Sektor und beabsichtige auch, die Mittelzuweisungen möglicherweise aufzustocken.

Der slowakische Städteverband weist darauf hin, dass er in der Kommission nicht vertreten ist und dort auch der Verband der Wasserversorgungsunternehmen fehlt.

Quelle: TASR

Jana Hrbeková, Foto: TASR

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