Bis zum Jahr 2040 soll die Slowakei ein Land mit einer Wirtschaft sein, die auf den technologischen Fortschritt vorbereitet ist, auf Forschung und Innovation basiert, über eine Industrie mit höherer Wertschöpfung verfügt und in der Lage ist, talentierte Menschen anzuziehen und zu halten. Das besagt die Vision der Slowakischen Akademie der Wissenschaften (SAV) für die kommenden Jahre. Damit das auch gelingt, muss die Slowakei nach Ansicht von Analytikern mehr Investitionen und ausländische Studierende anziehen.
Zudem soll die Slowakei bis 2040 auch wirtschaftlich zulegen. Wie der Leiter des Wirtschaftsinstituts der Slowakischen Akademie der Wissenschaften Miroslav Štefánik erklärte, sei ein Schlüssel dazu, Unternehmen mit höherer Wertschöpfung anzulocken: „Das bedeutet Firmen, die innovationsintensiver sind und bei der Beschäftigung von Leuten ihre Arbeit nutzen und sie in höherem Maße verwerten können.“
Ein weiterer Schritt müsse es laut der Akademie sein, die Slowakei für talentierte Menschen anziehend zu machen. Dazu könnten laut dem Chef der Slowakischen Akkreditierungsagentur für Hochschulen Robert Redhammer neue europäische Studienprogramme beitragen: „In der Praxis bedeutet das, dass die slowakischen Hochschulen im Ausland an Ansehen und Sichtbarkeit gewinnen. Gleichzeitig werden auch die Studierenden von einer besseren Mobilität profitieren und die Möglichkeit haben, ins Ausland zu gehen.“
Bei den neuen Studienprogrammen sollen vor allem Künstliche Intelligenz und Robotik im Mittelpunkt stehen, in denen sich die Slowakei weiterentwickeln müsse. Laut dem Analytiker des Instituts INESS Radovan Ďurana sei gleichermaßen wichtig, dass die Studenten im Anschluss an ein Studium in der Slowakei bleiben: „Fachleute kommen nicht zurück, wenn man hier nicht gut leben kann und sie auf so dramatische und drastische Weise besteuert werden heute. Dann wandern sie ins Ausland ab, wo bessere Lebensbedingungen herrschen und sie ein höheres Nettoeinkommen erwartet.“
Von niedrigeren Steuern ist auch in der Vision Slowakei 2040 die Rede. Demnach müssen die Businessbedingungen mindestens genauso attraktiv wie in den umliegenden Ländern sein, nicht schlechter, sondern eher noch ein wenig besser.
Ministerpräsident Robert Fico (Smer-SD) will die Vision Slowakei 2040, die von den Wissenschaftlern der SAV ausgearbeitet wurde, nach der Erörterung im Kabinett auch dem Parlament vorlegen. Sein Ziel sei es, dass diese Vision von jeder Regierung als eine Art Grundlagendokument angesehen wird, von dem jede Programmerklärung ausgeht. Seine Regierung will bereits jetzt bei der Verabschiedung des neuen Staatshaushalts von diesem wissenschaftlichen Konzept ausgehen.
Quelle: TASR