Die Schule soll Kinder auf das echte Leben vorbereiten, nicht nur auf die nächste Klassenarbeit. Aus diesem Grund ändert sich die Art und Weise, wie die Schüler lernen. Dies erklärte der slowakische Bildungsminister Tomáš Drucker (Hlas-SD) in seiner Rede zum Start des neuen Schuljahres 2026/2027. Wie er hinwies, müsse man den Kindern beibringen, mit Technologien umzugehen, die Teil ihrer Welt sind. Eine gute Schule müsse laut dem Ressortchef zudem ein sicherer Ort sein.
In seiner Ansprache dankte der Minister den Lehrkräften dafür, dass sie das Bildungswesen verbessern. Den Kindern gab er für das bevorstehende Schuljahr mit auf den Weg, Fragen zu stellen, zu sagen, wenn sie etwas nicht verstehen, es erneut zu versuchen, wenn sie einen Fehler machen, und nach einer Antwort zu suchen, wenn sie etwas interessiert. Weiter sagte Drucker: „Ich will, dass wir das Bildungswesen in der Slowakei so vorantreiben, dass es unsere Kinder auf die Welt vorbereitet, die sie erwartet, sie aber gleichzeitig auch in dieser Welt schützen kann. Ich wünsche allen ein gutes, sicheres und erfolgreiches Schuljahr. Und unseren Kindern wünsche ich vor allem, dass sie am Ende dieses Schuljahres mehr wissen, mehr verstehen und mehr von dem, was sie gelernt haben, praktisch anwenden können.“
Bildungsminister Drucker sprach weiter über die Lehrplanreform, die seit diesem Schuljahr schrittweise in jeder Grundschule umgesetzt wird. Eine weitere Herausforderung stellen ihm zufolge die neuen Technologien dar. Künstliche Intelligenz sei bereits Teil der Kinderwelt. Aufgabe der Schulen sei es, den Kindern beizubringen, wie man richtig damit umgeht, wie man die Technologien nutzt, wie man sie versteht, worauf man achten muss und wann man sich nicht auf sie verlassen sollte.
Bei allen Technologien solle laut Drucker aber immer der Mensch an erster Stelle stehen. Auch deshalb wurde an den Grundschulen die Nutzung von Mobiltelefonen verboten.
In seiner Ansprache erwähnte er auch das Recht der Eltern, zu erfahren, was mit ihrem Kind in der Schule geschieht. Wenn die Schule eine zusätzliche Aktivität außerhalb des regulären Unterrichts vorbereitet, sollten die Eltern seiner Meinung nach im Voraus darüber informiert werden. Und dort, wo ihre Zustimmung zur Teilnahme des Kindes erforderlich ist, sollten sie entscheiden. Drucker meint: „Eltern dürfen nicht außen vor bleiben. Schule und Familie müssen Partner sein.“
Quelle: TASR