Der Slowakische Städte- und Gemeindeverband (ZMOS) warnt vor der Ausbreitung von Verkaufsautomaten mit psychoaktiven Substanzen in der Slowakei. Aus diesem Grund beteiligt er sich an einer Präventionskampagne des Bürgervereins Storm. Durch ein Memorandum über die gegenseitige Zusammenarbeit schaffen beide Organisationen den Rahmen für eine langfristige fachliche, informative und präventive Kooperation. Der Städte- und Gemeindeverband will zudem eine Debatte über die gesetzlichen Möglichkeiten von Kommunen bei einer Regulierung der Aufstellung solcher Automaten anregen. Dies teilten der Vorsitzende des Städteverbands ZMOS Jozef Božik und der Chef des Bürgervereins Storm Pavol Ščasný bei einer Pressekonferenz am Montag (17.8.) mit. Ziel der Zusammenarbeit beider Vereine soll es sein, bewährte und praxisnahe Informationen den Städten, Gemeinden, Schulen, Eltern, Fachkräften und den jungen Menschen selbst näher zu bringen. Städtechef Božik erklärte in diesem Zusammenhang: „Neue Risiken erfordern auch neue Formen der Prävention. Der Städteverband ZMOS ist Teil dieser Kampagne, damit Fachinformationen nicht auf der Ebene der Experten bleiben, sondern über Städte und Gemeinden näher zu den Menschen gelangen, die sie brauchen. Gleichzeitig wollen wir auch die Regulierungsfrage ansprechen.“
Wenn psychoaktive oder andere risikobehaftete Produkte unter dem Deckmantel von Sammler- oder Souvenirartikeln in Automaten verkauft werden und so für Kinder zugänglich sind, dann muss die Kommunalverwaltung seiner Ansicht nach die Möglichkeit haben zu entscheiden, wo und unter welchen Bedingungen solche Automaten aufgestellt werden dürfen. Wie Božik erklärte, sei dies kein Thema einer einzelnen Kommune, sondern ein Problem, das überall in der Slowakei auftreten kann. Deshalb sollte auch die Regulierung solcher Automaten in die Zuständigkeit der Städte und Gemeinden fallen.
Auslöser für das Engagement der Städte und Gemeinden sind laut Bürgervereinschef Pavol Ščasný konkrete Erfahrungen aus dem Terrain. Wie er hinweist, sind auf den Produkten aus solchen Automaten häufig keine Angaben zur Zusammensetzung zu finden. Trotzdem experimentieren viele junge Menschen mit diesen Substanzen. Sie machen sie aggressiv, ohnmächtig oder führen zu Unwohlsein, wozu es auch Rückmeldungen aus Krankenhäusern gebe.
Der Städte- und Gemeindeverband will mit seiner aktuellen Initiative nicht die Arbeit von Fachorganisationen, Schulen, medizinischem Personal oder Behörden ersetzen, spiele laut Božik allerdings eine wichtige Rolle bei der Kommunikation mit lokalen Gemeinschaften, Schulen, Familien, sozialen Diensten und Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
Quelle: TASR