Durchschnittlicher Haushalt gab 2025 ein Viertel seines Budgets für Lebensmittel aus

Durchschnittlicher Haushalt gab 2025 ein Viertel seines Budgets für Lebensmittel aus

Im vergangenen Jahr gab jedes Haushaltsmitglied in der Slowakei durchschnittlich 112 Euro pro Monat für Lebensmittel aus. Nach Angaben des Statistischen Amtes entspricht dies einem Viertel aller Ausgaben. Am meisten zahlte man für Nahrungsmittel in der Region Trnava - knapp 129 Euro, am wenigsten in der Region Bratislava – etwas mehr als 80 Euro.

Dennoch gehen die Umsätze der Supermarktketten zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie bereits den dritten Monat in Folge niedriger. „Entweder stagnieren die Umsätze oder Gewinne, oder sie gehen zurück, oder die Händler rutschen bereits in die Verlustzone“, sagte der Vorsitzende der Slowakischen Allianz des modernen Handels (SAMO) Martin Krajčovič.

Die Händler sehen den Hauptgrund für die niedrigen Umsätze darin, dass die Einwohner der Slowakei sparen. Gleichzeitig geben sie laut Statistik mehr in Geschäften für Kleidung, Möbel und Elektronik aus. Deren Umsätze stiegen um mehr als 4,5 Prozent.

Die Ursache für diese Diskrepanz liegt laut einem Analysten darin, dass die Menschen weniger Geld zurücklegen. Darauf deuten auch die Daten der slowakischen Nationalbank hin. Der Ökonom von der Fakultät für Volkswirtschaft der Wirtschaftsuniversität Bratislava Pavel Škriniar erklärt: „Dahinter könnte man auch die Angst vor der Inflation sehen. Das heißt: Wenn ich mir etwas heute leisten kann, werde ich nicht warten, bis es teurer wird, sondern finanziere den Kauf auch aus meinen Ersparnissen.“

Einige Einwohner der Slowakei legen auch aufgrund ihrer geringeren Kaufkraft weniger in ihre Einkaufswagen. Diese sinkt laut dem Analysten vor allem infolge der Auswirkungen der Konsolidierung und der Inflation. Nach Ansicht von Experten lässt sich die Kaufkraft nur durch wachstumsfördernde Maßnahmen steigern. Die Regierung will diese im Herbst als Teil eines Konsolidierungspakets vorstellen.

Quelle: STVR

Marika Antašová, Foto: TASR

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