Rekordhitze und Trockenheit in der Slowakei

Rekordhitze und Trockenheit in der Slowakei

Wie große Teile Europas kämpft in diesem Sommer auch die Slowakei mit extremer Hitze und lang anhaltender Trockenheit. Am Samstag (1.8.) wurden laut dem Slowakischen Hydrometeorologischen Institut (SHMÚ) in der Gemeinde Štrkovec im Bezirk Rimavská Sobota 40 Grad Celsius gemessen. Damit wurde in der Slowakei bereits zum zweiten Mal in diesem Sommer die 40-Grad-Marke überschritten. Die beiden Hitzeperioden liegen rund einen Monat auseinander. Einen solchen Fall habe es seit Beginn der modernen Wetteraufzeichnungen im Land noch nie gegeben, betonten die Meteorologen. Bereits Ende Juni waren an mehreren Orten Temperaturen von mehr als 40 Grad registriert worden. Am 30. Juni kam in Kamenica nad Hronom im Bezirk Nové Zámky mit 41,3 Grad Celsius ein neuer slowakischer Hitzerekord zustande. Das Slowakische Hydrometeorologische Institut rechnet auch in den kommenden Tagen vorerst mit keiner deutlichen Abkühlung. Nach der aktuellen Prognose könnten die Temperaturen bis zum Ende der Arbeitswoche weiterhin um die 40-Grad-Marke liegen.

Die Hitze verschärft zugleich die Trockenheit im Land. Die Pegelstände zahlreicher Flüsse sinken, manche Quellen sind bereits versiegt. Besonders angespannt ist die Lage in den Einzugsgebieten der Waag, der Eipel, der Bodva und des Bodrog. Nach Angaben der Hydrologen sei die Trinkwasserversorgung in der Slowakei vorerst nicht gefährdet. Bei einzelnen lokalen Wasserquellen könnte es jedoch zu Problemen kommen. Die Experten empfehlen deshalb, sparsam mit Wasser umzugehen. Außergewöhnlich niedrig ist auch der Wasserstand der Donau. Sandbänke, kleinere Inseln und Uferbereiche, die gewöhnlich unter Wasser liegen, sind inzwischen sichtbar. Der niedrige Pegel beeinträchtigt den Schiffsverkehr und Schiffe mit größerem Tiefgang können den Fluss nur noch eingeschränkt befahren.

Am 27. Juli sank der Durchfluss der Donau auf einen außerordentlich niedrigen Wert. Nach Angaben des Hydrometeorologischen Instituts führte der Fluss nur noch rund 725 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Für den Hochsommer ist das äußerst ungewöhnlich. Die niedrigsten Durchflussmengen der Donau treten in Bratislava normalerweise zwischen November und Februar auf. Pavla Pekárová vom Hydrologischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften weist darauf hin, dass ein derart niedriger Juli-Wert an der Messstation Bratislava-Devín seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 1876 noch nie verzeichnet wurde. Als eine Ursache nennt sie die steigenden Lufttemperaturen. Dadurch beginne die Schneeschmelze in den Alpen immer früher. Im langfristigen Durchschnitt führt die Donau bei Bratislava rund 2.050 Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

Eine Entspannung durch Regen ist vorerst nicht in Sicht. Nennenswerte Niederschläge werden nach den derzeitigen Prognosen erst in der zweiten Augusthälfte erwartet.

Quelle: STVR

Juraj Pavlovič, Foto: TASR

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