Liptauer Freilichtmuseum nach Renovierung wieder im vollen Glanz

Liptauer Freilichtmuseum nach Renovierung wieder im vollen Glanz

Nach mehr als einem Jahr intensiver Arbeit hat das Liptauer Museum die Sanierung von acht Ausstellungsgebäuden im Freilichtmuseum des Liptauer Dorfes im nordslowakischen Pribylina erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse des Projekts werden der Öffentlichkeit am 12. Juli im Rahmen des traditionellen „Sonntags der Landeskinder“ feierlich vorgestellt. Dies teilte der Ethnologe des Museums, Radovan Sýkora, mit: „Auch in diesem Jahr wird die Veranstaltung ein Treffen von Zeitzeugen sein, die gemeinsam an ihre Kindheit, ihre Familien und ihr Leben in den Dörfern erinnern werden, die vom Wasser des Stausees Liptovská Mara überflutet wurden. Teil der Veranstaltung wird auch der feierliche Abschluss des Projekts zur Dachsanierung an den Ausstellungsgebäuden sein.“

Die Nachbildungen der Gebäude, die aus dem Gebiet des Stausees ins Museum des Liptauer Dorfes überführt wurden, zeugen bis heute vom Reichtum des kulturellen und historischen Erbes dieser Region. „Dank des Projekts ist es uns gelungen, die Dächer der Gebäude zu sanieren, darunter auch die Kirche der Jungfrau Maria aus dem überfluteten Dorf Liptovská Mara“, merkte Sýkora an. Die Sanierung von acht Ausstellungsgebäuden im Umfang von 800.000 Euro wurde aus dem grenzüberschreitenden Projekt „Polnisch-slowakische Akademie der Traditionen“ finanziert, das im Rahmen des EU-Interreg-Programms Polen – Slowakei 2021–2027 durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist die Erhaltung und Förderung des materiellen und immateriellen Erbes in den Regionen Westkleinpolen und Liptau.

Ein interaktives Bildungsprogramm für Groß und Klein begibt sich am Sonntag auf die Spuren der überschwemmten Ortschaften: „Familien mit Kindern können auf spielerische Weise mehr über den Bau des Stausees Liptovská Mara erfahren, die Ortschaften kennenlernen, die für immer vom Wasser verschlungen wurden, sowie die Schicksale der Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Diese Ereignisse haben das Leben Tausender Menschen grundlegend beeinflusst und das Gesicht und die Entwicklung der gesamten Region für immer verändert.

Der Stausee Liptovská Mara wurde in den Jahren 1969 bis 1975 errichtet. Das Wasser hat 13 Gemeinden überflutet. Bei maximaler Befüllung erreicht die Fläche des Stausees etwa 22 Quadratkilometer, und sein Gesamtvolumen beträgt fast 362 Millionen Kubikmeter Wasser.

Quelle: TASR

 

Jana Hrbeková; Foto: TASR

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