Bratislava als Gastgeber der PISA-Ergebnisse 2025

Bratislava als Gastgeber der PISA-Ergebnisse 2025

Bratislava wird einer von zwei europäischen Standorten sein, an denen die Ergebnisse der PISA-Studie 2025 veröffentlicht werden. Die Bekanntgabe findet am achten September statt, teilte Bildungsminister Tomáš Drucker (Hlas-SD) am Dienstag (7.7.) mit. Er bezeichnete dies als einen der bedeutendsten internationalen Momente für die Slowakei.

Im September werden hierzulande Vertreter aus den Ländern Mittel- und Osteuropas sowie Zentralasiens zusammenkommen, um die Ergebnisse der PISA-Studie auszuwerten – einer Vergleichsstudie zur Messung von Bildungsleistungen, die von der OECD durchgeführt wird.

Nach Angaben des Ministeriums wird das Treffen Raum für eine fachliche Diskussion über die Möglichkeiten bieten, die Ergebnisse der PISA-Studie in den Bildungssystemen der einzelnen Länder zu nutzen. Zudem soll man aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich benennen und Anregungen aus den Lösungsansätzen anderer Länder gewinnen.

Wie der slowakische Bildungsminister erklärte, halten die PISA-Ergebnisse den Bildungssystemen einen Spiegel vor. Sie zeigen im internationalen Vergleich, wie gut die einzelnen Länder in der Lage sind, Kindern die erforderlichen und wichtigen Kompetenzen zu vermitteln. Die jüngsten Ergebnisse machten laut Drucker deutlich, dass die Slowakei im Bildungsbereich entschlossen handeln muss.

Die Ergebnisse der PISA-Studie werden Bewertungen in den Bereichen Lesekompetenz, mathematische Kompetenz sowie naturwissenschaftliche Kompetenz liefern, erklärte die Direktorin des Nationalen Instituts für Bildung und Jugend Romana Kanovská: „Als unsere 15-jährigen Schüler im April 2025 an dieser Studie teilnahmen, wurden insgesamt 301 Schulen einbezogen. An der PISA-Studie 2025 waren rund 6.000 Fünfzehnjährige aus allen Schulformen beteiligt. Neben der bereits erwähnten Lesekompetenz, der mathematischen Kompetenz und der naturwissenschaftlichen Kompetenz beteiligten sich unsere 15-Jährigen in dieser Erhebungsrunde auch an einem innovativen Schwerpunkt: dem Lernen in der digitalen Welt.“

Wie Kanovská sagte, lieferte die Teilnahme an der PISA-Studie viele hochwertige Daten und wertvolle Empfehlungen der OECD für die Bildungspolitik. Diese wurden unter anderem bei der Vorbereitung der Lehrplanreform genutzt, die ab September auf alle Schulen in der Slowakei ausgeweitet wird.

Der Bildungsminister bemerkte, dass die nächste PISA-Erhebung in drei Jahren stattfinden werde. Die Slowakei will dabei auch die finanzielle Kompetenz ihrer Schüler überprüfen lassen. Drucker betonte das Ziel, diese Bestrebungen langfristig zu verankern – unabhängig davon, wer gerade an der Macht ist. Man wolle das slowakische Bildungssystem zu einem der leistungsfähigsten Bildungssysteme Europas entwickeln.

Quelle: TASR
Marika Antašová; Foto: TASR

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