Fehlende Klimaanlagen in vielen slowakischen Krankenhäusern

Fehlende Klimaanlagen in vielen slowakischen Krankenhäusern

Die vergangene Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius hat auch dem Personal sowie den Patientinnen und Patienten in vielen slowakischen Krankenhäusern stark zugesetzt. Im Universitätskrankenhaus der Hauptstadt Bratislava ist aufgrund hoher Temperaturen direkt im OP-Saal eine Krankenschwester kollabiert. Die Ärzteschaft wie auch die Krankenpfleger*innen betonen, dass dieses Problem seit Jahren andauert und bisher nur unzureichend angegangen wurde. Peter Visolajský, der Vorsitzende des Ärztlichen Gewerkschaftsverbands, sagt zum Zustand im Uni-Klinikum: „In einigen Gebäuden, aber das ist eher die Ausnahme, gibt es eine Art zentrales Klimasystem. Vielfach wird das Kühlen mithilfe von Spenden sichergestellt – mit Anlagen von Sponsoren.“

Die Pressesprecherin des Bratislavaer Uni-Krankenhauses Eva Kliská erklärt, dass eine Klimatisierung aller Räume überhaupt nicht möglich sei, da viele Gebäude älter seien und über Stromleitungen verfügen würden, die der erforderlichen Belastung nicht gewachsen seien. Die Gewerkschaftschefin der Krankenschwestern und Hebammen Monika Kavecká fordert deshalb mehr Pausen für das Personal. Diese vorübergehende Maßnahme würde auch den Patient*innen zugutekommen.

Der slowakische Gesundheitsminister Kamil Šaško (Hlas-SD) behauptet, die Lage zu kennen und operativ reagieren zu wollen. In seiner schriftlichen Erklärung heißt es: “Bei eingeschränkten Ressourcen habe ich als Minister die Pflicht, das zu bevorzugen, was jeden Tag im Jahr Leben rettet – sprich CT, MRT und Screening-Geräte.“

Darüber hinaus betonte der Minister, dass neue, im Bau befindliche Krankenhäuser bereits standardmäßig mit zentralen Klimaanlagen ausgestattet sein werden. Aktuell werden auch mit EU-Geldern aus dem Nationalen Wiederaufbauplan neue Krankenhäuser im mittelslowakischen Martin und im ostslowakischen Prešov gebaut. Zudem soll auch im Bratislavaer Stadtteil Vajnory ein neues Krankenhaus errichtet werden.

Quelle: Správy STVR
Juraj Gigac; Foto: TASR

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