Slowakei entsendet Helfer nach Venezuela

Slowakei entsendet Helfer nach Venezuela

Ein slowakisches Rettungsteam ist am Sonntagmorgen (28.6.) nach Venezuela aufgebrochen, um in das von der Erdbebenkatastrophe betroffene Gebiet zu reisen. Das Team besteht aus 15 Feuerwehrleuten und Notfallsanitätern, fünf Mitgliedern des Bergrettungsdienstes und vier Suchhunden. Sie werden vor Ort Such- und Bergungsmaßnahmen durchführen. Dies gab der Präsident des slowakischen Feuerwehr- und Rettungsdienstverbandes Adrián Mifkovič am Sonntag im Rahmen einer Pressekonferenz am Flughafen Bratislava bekannt.

Die Slowakei entsendet ein so genanntes Medium-Urban-Search-and-Rescue (MUSAR)-Team nach Venezuela, um unter den Trümmern verschüttete Personen aufzuspüren. Für die Rettungskräfte handelt es sich laut Mifkovič um den bislang umfangreichsten Einsatz der Einheit. Die Rettungskräfte reisen mit der notwendigen Ausrüstung, jedoch ohne Fahrzeuge ab. Sie nehmen auch Vorräte an Lebensmitteln und Wasser mit. Wie Mifkovič erklärte, konnte man die Radfahrzeuge, die standardmäßig bei solchen Einsätzen innerhalb der Europäischen Union und in benachbarten Staaten eingesetzt werden, nicht über eine solche Entfernung transportieren. Den Auftrag der slowakischen Einsatzkräfte beschrieb er wie folgt: „Die Aufgaben dieses Teams sind natürlich Rettungs- und Bergungsmaßnahmen. Wir sind mit Geräten und Technik ausgestattet, um Personen in den Trümmern lokalisieren zu können. Es wird davon ausgegangen, dass sich noch mehrere Tausend Menschen in den Trümmern befinden, daher ist es jetzt am wichtigsten, dass Bergungsarbeiten durchgeführt werden können, um die Menschen zu lokalisieren und zu befreien“

Laut Mifkovič handelt es sich um einen herausfordernden Einsatz unter schwierigen Bedingungen. Zur Hauptaufgabe des Rettungsteams zählen Such- und Bergungsmaßnahmen. Erfahrung konnte das Team bereits bei Einsätzen im Iran im Jahr 2023 sowie in der Türkei im Jahr 2024 sammeln.

In Venezuela wurden in der Nacht zum Donnerstag (25. 6.) zwei aufeinanderfolgende Erdbeben mit einer Stärke von 7,2 und 7,5 auf der Richterskala registriert. Die größten Schäden sind im nördlichen Bundesstaat La Guaira und in der Küstenregion nördlich von Caracas zu verzeichnen. Die Katastrophe hat bereits mehr als 1430 Todesopfer gefordert. Mehrere Zehntausend Menschen werden noch vermisst. Mehr als 1600 Rettungskräfte aus dem Ausland sind bereits im Land eingetroffen, um bei den Suchaktionen zu helfen.

Quelle: TASR
Jakob Horsch; Foto: TASR

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