Ausgewählte Dienstleistungen der Slowakischen Post können die Menschen künftig auch in anderen Einrichtungen in Anspruch nehmen. Mit dem Konzept der sogenannten „kleinen Post“ reagiert das Unternehmen auf seine schwierige finanzielle Lage. Die Projektumsetzung erfolgt gemeinsam mit ausgewählten Partnern.
Wie der Generaldirektor Vladislav Kupka am Montag (22.6.) auf einer Pressekonferenz im westslowakischen Partizánske bekanntgegeben hatte, startete das Pilotprojekt in den Räumlichkeiten einer dortigen Apotheke. In den kleinen Postämtern sollen nunmehr vor allem Einschreibesendungen oder Pakete ausgegeben werden, die zuvor nicht durch den Postboten zugestellt werden konnten. Diese Dienstleistungen seien der häufigste Grund, warum die Leute eine Postfiliale aufsuchen müssen. Bei der Ausgabe von Postsendungen handle es sich um die erste Projektphase. Die Post plant dabei, ihre Neuerung noch in diesem Jahr um die Möglichkeit der Bezahlung von Postanweisungen zu erweitern. Das Konzept der kleinen Post bietet außerdem die Option, Briefsendungen und Pakete aufzugeben. Diese müssen dann zuvor von den Kunden zu Hause ins System eingegeben und bezahlt werden.
Mit dem neuen Konzept reagiert die Slowakische Post ihrem Chef zufolge auf die roten Zahlen der meisten Postfilialen.
Der Städte- und Gemeindebund der Slowakei (ZMOS) hatte seinem Vorsitzenden Jozef Božik zufolge zuvor die Beibehaltung einer größtmöglichen Anzahl von Postfilialen gefordert. Er wies darauf hin, dass ein ähnliches Konzept wie das der „kleinen Post“ auch in anderen Ländern zu finden ist.
Quelle: STVR