In der ostslowakischer Region Zips wurde ein beispielloser archäologischer Fund gemacht. Auf einem viel befahrenen Feldweg haben zwei Touristen aus Tschechien einen Bronzeschatz gefunden. Sie alarmierten sofort die Archäologen. Diese bestätigten, dass es sich um einen dreieinhalbtausend Jahre alten, einzigartigen Fund aus der Bronzezeit handelt. Archäologen haben innerhalb einer einzigen Stunde zwölf seltene Artefakte aus der Erde geborgen – kleine Bronzebeile und Sicheln. Der wissenschaftliche Mitarbeiter vom Archäologischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Nitra Marián Soják näher zum Fund: „Die Äxte wurden üblicherweise zum Holzhacken verwendet. Sicheln hingegen dienten der landwirtschaftlichen Arbeit. Sie stammen aus der Bronzezeit, um 1 400 Jahre vor Christus.“
Die Touristen fanden den Bronzeschatz bei einem Spaziergang zum touristisch beliebten Aussichtspunkt Tomášovský výhľad im ostslowakischen Nationalpark Slowakisches Paradies. Auf einem Feldweg fiel ihnen ein Bronzegegenstand auf, der nach einem Gewitter buchstäblich aus dem Weg ragte. Die Archäologen rechnen den Touristen hoch an, dass sie den Fund gleich gemeldet haben: „Hut ab vor solchen Menschen. Es kommt nämlich oft vor, dass Finder solche Fundstücke nicht melden.“
Da an einer Stelle mehrere Bronzegegenstände zusammengefunden wurden, stellten die Archäologen eine Hypothese über den möglichen Grund für die Ansammlung dieser Sachen auf. Der wissenschaftliche Mitarbeiter vom Archäologischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Nitra Vladimír Habaj: „Wir gehen davon aus, dass es sich um das Lager eines Händlers handelte, der diese Bronzegegenstände hier ganz oberflächlich vergraben hatte. Er muss hier von etwas überrascht worden sein und hat diese Gegenstände in der Eile im Boden versteckt. Und er ist nicht zu ihnen zurückgekehrt.“
Die Fundstücke werden an die Labore des Archäologischen Instituts der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Nitra geschickt. Dort wird man sie konservieren und mit einem Spektrometer untersuchen. Die Ergebnisse werden in einem Fachartikel veröffentlicht. Auch eine umfangreiche archäologische Untersuchung am Fundort ist nicht ausgeschlossen.
Quelle: STVR