Die Tipos Aréna in Bratislava, auch als Ondrej-Nepela-Eishalle bekannt, wird zur Bühne der Kleinfeld-Europameisterschaft. Akkreditiert sind über 1.200 Personen, darunter mehr als 400 Fußballer und 120 Journalisten. Hinzu kommen noch knapp 200 Freiwillige. Darüber informierte die Leiterin für Medien und Kommunikation Michaela Grendelová: „Die Europameisterschaft im Kleinfeldfußball ist das größte Sportereignis in der Slowakei dieses Jahr. Es ist ein Turnier, das neun Tage dauert und 52 Wettkämpfe bietet. Wir haben hier 24 Länder und bieten eine Fernsehübertragung in 21 Länder Europas.“
In den sieben Tagen vor dem Turnierauftakt leisteten rund hundert Menschen im Stadion enorme Arbeit, um optimale Bedingungen für die Europameisterschaft zu schaffen, erklärt Michaela Grendelová. „Wir mussten die Eishockey-Arena in ein Fußballfeld verwandeln. Ich muss sagen, die Arena ist wunderschön! Auch die Fußballer sagen, es ist etwas, was sie normalerweise nicht erleben. Normalerweise spielt man Kleinfeldfußball draußen auf einem kleineren Fußballfeld, nicht vor so vielen Menschen. Sie spielen nicht vor einer Kulisse mit 7.000 oder 8.000 Menschen. Also: Es ist ein großes Ereignis. Und wenn ich über dieses Fußballfeld spreche, dann muss ich sagen: Dieser Grasteppich, den wir in die Arena geholt haben, wiegt sieben Tonnen, er ist also ein ganz schön schweres Ding.“
Die slowakische Nationalmannschaft eröffnet das Turnier am heutigen Mittwochabend (27.5.) mit dem Auftaktspiel der Gruppe A gegen Griechenland und wird versuchen, den ersten Medaillenerfolg für das Land bei diesem großen internationalen Wettbewerb zu erringen. Nationaltrainer Marius Mitu kündigte an, dass sein Team sehr offensiv auftreten, den Gegner unter Druck setzen, den Ball kontrollieren und mit Selbstvertrauen spielen wolle. Die Mannschaft werde versuchen, jedes Spiel so zu bestreiten, als wäre es das letzte. Über konkrete Ambitionen wollte er jedoch nicht allzu weit im Voraus sprechen und betonte, dass stets das nächste Spiel das wichtigste sei. Der Präsident des Slowakischen Kleinfeld-Fußball-Verbands Peter Králik formulierte das Ziel dagegen ganz klar: den Einzug in den Kampf um die Medaillen – also das Halbfinale.
Vor zwei Jahren schied die Slowakei bei der Europameisterschaft in Sarajevo im Achtelfinale aus, bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Aserbaidschan gelang der Sprung aus der Gruppenphase nicht. In diesem Jahr trifft die Slowakei in der Gruppe A neben Griechenland auch auf Bosnien-Herzegowina und Montenegro. „Einige sehen uns gemeinsam mit Montenegro als Favoriten der Gruppe“, sagt der slowakische Nationalspieler Jakub Hudec. „Jedes einzelne Spiel wird ausgeglichen sein. Meiner Meinung nach entwickelt sich der Kleinfeldfußball jedes Jahr weiter – nicht nur in der Slowakei, sondern auch in Ländern, in denen er vielleicht noch nicht so stark etabliert ist. Das zeigt sich an der Qualität großer Nationalmannschaftsturniere ebenso wie bei internationalen Klubwettbewerben. Ich denke, wir müssen mit derselben Einstellung und Motivation in jedes Spiel gehen. Wir dürfen niemanden unterschätzen, denn letztes Jahr hat es trotz einer guten Ausgangslage nicht funktioniert. Jetzt werden wir vielleicht auch den Druck des heimischen Publikums spüren, und das Turnier wird von mehr Menschen verfolgt werden. Wenn wir jedoch konzentriert bleiben, sollten wir ohne Probleme aus der Gruppe aufsteigen und unser Ziel verfolgen.“
Quelle: TASR