Woche der psychischen Gesundheit: Schulen im Fokus

Woche der psychischen Gesundheit: Schulen im Fokus

Anlässlich der Europäischen Woche der psychischen Gesundheit 2026 gibt es von 4. bis 8. Mai auch in der Slowakei ein vielfältiges Programm. Dazu gehört auch eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen, die die psychische Gesundheit, die Zusammenarbeit und die Resilienz in Schulen und Beratungsstellen fördern sollen.

Laut Angaben des staatlichen Kinderbeauftragten Jozef Mikloško sehen 91 Prozent der Jugendlichen im Land psychische Probleme als ihre größte Sorge an: "Weitere 89,6 Prozent geben an, dass schlechte Beziehungen in der Gesellschaft die Probleme am stärksten verschärfen. Zudem sagen 83 Prozent der Kinder und Jugendlichen, dass Negativismus und die soziale Lage diese Symptome deutlich verschlimmern."

Wie Kinderbeauftragter Mikloško betont, entstehen Aggression, Mobbing und Radikalisierung aus einem Gefühl der Bedrohung. Dort setzt auch die Organisation IPčko an, die online aber auch landesweit in Kriseninterventionszentren und niedrigschwelligen Jugendclubs kostenlose psychologische Unterstützung anbietet. Laut deren Leiter Marek Madro ist es wichtig, die Probleme junger Menschen frühzeitig zu erkennen. Nur so könne verhindert werden, dass sich die Situation und die Erfahrungen weiter verschlimmern.

Auch Schulen können sich diese Woche durch verschiedene Aktivitäten in die Aufklärung über psychische Gesundheit einbringen, erklärt die Direktorin des Forschungsinstituts für Kinderpsychologie und Pathopsychologie Alena Kopániová: "Diese Aktivitäten zielen vor allem darauf ab, die Aufklärung über psychische Gesundheit und die Unterstützung junger Menschen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Sie sind nicht nur fester Bestandteil einer einzigen Woche während des Schuljahrs geworden, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der systemischen Unterstützung. Und dies betrifft nicht nur das Fachpersonal sondern vor allem auch die Lehrkräfte."

Die vorbereiteten Aktivitäten zielen darauf ab, die Zusammenarbeit, die Kommunikation und die Beziehungen im Klassenzimmer zu stärken. Sie sollen zudem ein Gefühl der Zugehörigkeit, gegenseitigen Respekts und den Teamgeist an Schulen zu fördern. Das slowakische Bildungsministerium ruft die Schulen dazu auf, zu zeigen, dass ihnen das Wohlbefinden von Schülern und Lehrern am Herzen liegt.

Quelle: STVR

Jürgen Rendl, Foto: TASR

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