Debatte über einen Sonderstatus für Kurgemeinden

Debatte über einen Sonderstatus für Kurgemeinden

Der Kursektor ist in der Slowakei ein separater Wirtschaftszweig, wobei jeder Kurort in einer Stadt oder einem Dorf angesiedelt ist. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, für alle Kurgemeinden einen Sonderstatus zu schaffen, damit sie einen zusätzlichen Vorteil erhalten. Dies sagte der Regierungsbeauftragte für die kommunale Selbstverwaltung Michal Kaliňák am Montag (13.4.) nach Gesprächen mit der Gemeindekammer des Rates des Städte- und Gemeindebundes der Slowakei (ZMOS) in Zvolen.

Er stellte fest: „Lasst uns ihnen gesetzliche Vorteile verschaffen und gleichzeitig versuchen, gemeinsam mit den Besitzern von Kurbädern darauf hinzuwirken, dass auch sie Zugang zu den neuen EU-Fonds erhalten! Wenn sich die Kurorte weiterentwickeln, wird sich auch ein wichtiger Teil der Volkswirtschaft weiterentwickeln.“

Die Standorte slowakischer Kurorte könnten beispielsweise im Hinblick auf Flurbereinigungen, Wasserversorgung, Kanalisation sowie die räumliche Entwicklung begünstigt werden. Laut dem Innenministerium gibt es in der Slowakei 24 Kurorte. Der größte Kurort ist Bardejov mit fast 30.000 Einwohnern, als die kleinste Kurgemeinde gilt Kováčová mit etwa 1.700 Seelen.

Das Vorhaben des Staates, allen Kurgemeinden einen Sonderstatus zu gewähren, begrüßt unter anderen auch die Bürgermeisterin des Kurorts Sliač Ľubica Balgová: „Diese Initiative ging eher von uns – den Kurstädten – aus, da wir ein mangelndes Interesse seitens des Staates verspürten. Die Kurorte haben bestimmte Verpflichtungen, die andere Städte nicht haben. Ein Besucher bleibt dort etwa drei bis vier Wochen und benötigt daher mehr Raum für seine Aktivitäten, da er nicht jeden Tag Behandlungen hat. Wir spüren das vor allem daran, dass wir höhere Kosten für Abfall, Strom und Investitionen in die Beleuchtung haben. Wir müssen auch solche Orte beleuchten, an die ein gewöhnlicher Einwohner von Sliač abends nicht geht, weil es nicht nötig ist. Aber ein Kurgast will alles sehen, was es in der Stadt gibt.“

Die Bürgermeisterin sieht auch die Kanalisation als ein großes Problem für Sliač an. Die Mineralien aus dem Mineralwasser setzen sich laut ihr in der Kanalisation ab und so hat die Gemeinde höhere Kosten für deren Instandhaltung.

Wie Ľubica Balgová weiter sagte, kamen im Vorjahr insgesamt rund 45.000 Patienten, Besucher und Touristen in diese rund 4.800 Einwohner zählende mittelslowakische Stadt.

Quelle: TASR

Marika Antašová, Foto: TASR

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