Fico: Slowakei will Brücke zwischen EU und Vietnam sein

Fico: Slowakei will Brücke zwischen EU und Vietnam sein

Die Slowakische Republik will eine Brücke zwischen der Europäischen Union und Vietnam sein. Dies erklärte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico (Smer-SD) auf einer Pressekonferenz am Montag (13.4.) mit dem vietnamesischen Premierminister Le Minh Hung in Hanoi. Er bezeichnete das Abkommen über eine strategische Partnerschaft zwischen der Slowakei und Vietnam als natürliche Fortsetzung der strategischen Zusammenarbeit, die zwischen Vietnam und der Europäischen Union geschlossen wurde. Fico erklärte:

„Zwischen der Slowakei und Vietnam gibt es keine offenen politischen Fragen. Wir sind Länder, die historisch gesehen außerordentlich eng miteinander verbunden sind, und wir sind Länder, die sich auf die Fortsetzung einer für beide Seiten vorteilhaften wirtschaftlichen Zusammenarbeit konzentrieren können.“ Potenzial für eine Vertiefung der Kooperation zwischen beiden Ländern sieht Fico vor allem in der Kernenergie und der Rüstungsindustrie.

Der vietnamesische Regierungschef Le Minh Hung äußerte, dass die Slowakei und Vietnam „ihre Zusammenarbeit auf der Grundlage des Völkerrechts ausbauen“. Die Ministerpräsidenten waren sich einig, dass dieses auch in der Frage des Südchinesischen Meeres, das Gegenstand eines Streits zwischen Vietnam und den Nachbarländern ist, respektiert werden muss. Die vietnamesische Regierung wird sich laut ihrem Vorsitzenden um eine Verbesserung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit bemühen und die Tätigkeit slowakischer Unternehmen in Vietnam sowie vietnamesischer Unternehmen in der Slowakei fördern. Sie strebt eine Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit, Wissenschaft, Technologien, Innovationen und Digitalisierung an. Vietnam unterstützte zudem eine regulierte Migration hochqualifizierter Arbeitskräfte.

Die Vertreter der Slowakei und Vietnams unterzeichneten während des Besuchs der slowakischen Delegation Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit zwischen den Ministerien für Verteidigung, auswärtige Angelegenheiten, Kultur sowie im Bereich der Kernenergie.

Quelle: TASR

 

Kerstin Plaschke-Jakubik, Foto: TASR

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