Langsames Wachstum der slowakischen Wirtschaft

Langsames Wachstum der slowakischen Wirtschaft

Die slowakische Wirtschaft wird im Jahre 2026 mit nur schwachem Tempo wachsen. Dies geht aus der neuesten makroökonomischen Prognose des Wirtschaftsinstituts der Slowakischen Akademie der Wissenschaften hervor. Die Analyse bewertet die Wirtschaftsentwicklung bis 2030.

Laut den Experten soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2026 um etwa 0,5 Prozent zulegen, was ein deutlich langsameres Wachstum im Vergleich zu den vergangenen Jahren bedeutet. Das Wachstum wird vor allem durch die schwächere Nachfrage aus dem Ausland, die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen sowie die anhaltende Unsicherheit in der globalen Wirtschaft ausgebremst.

Die Inflation soll sich 2026 auf einem Niveau von vier Prozent bewegen. Auf den Preisanstieg werden sich vor allem die Konsolidierungsmaßnahmen und höhere Firmenausgaben auswirken. Das Wachstum der Reallöhne werde daher nur sehr mäßig ausfallen, behauptet der Analytiker des Wirtschaftsinstituts der Slowakischen Akademie der Wissenschaften Tomáš Miklošovič.

Ein wesentlicher Faktor des Wirtschaftswachstums werde die Schöpfung von EU-Geldern sein, insbesondere aus den Budgets des Wiederaufbauplans und des neuen EU-Förderprogramms. Den Experten zufolge könnte eine schwache Nutzung der EU-Mittel zu einem langsameren Wirtschaftswachstum führen. Die Belebung der slowakischen Wirtschaft werde erst im Jahre 2027 erwartet, dann könnte das BIP-Wachstum einen Wert von 1,3 Prozent erreichen. Die schrittweise Verbesserung der Auslandsnachfrage, höhere öffentliche Ausgaben im Rahmen der Europäischen Union und der Produktionsstart in der Automobilfabrik Volvo in der Slowakei könnten die Wirtschaft positiv beeinflussen, so der Analytiker Miklošovič.

Der Arbeitsmarkt wird mit demographischen Problemen zu kämpfen haben. Die Arbeitslosigkeit könnte sich in den kommenden Jahren auf 5,8 bis 5,9 Prozent erhöhen, wobei der Mangel an Arbeitskraft und die Bevölkerungsalterung das Wachstumspotential der Wirtschaft langfristig drosseln werden. Laut der Prognose könnte die Slowakei 2026 das niedrigste Wirtschaftswachstum im Vergleich zu den Visegrad-Ländern und Österreich erreichen. Ohne Umsetzung wirtschaftlicher Reformen werde sich auch die Annäherung der Slowakei an die hochentwickelten Industrieländer der EU verlangsamen. Die Experten erwarten eine Stabilisierung der Wirtschaft in mittelfristiger Aussicht. In den Jahren 2028 bis 2030 könnte die slowakische Wirtschaft ein Wachstum von 2 Prozent jährlich erreichen.

Quelle: TASR, EU SAV

Sofia Miklovic, Foto: TASR

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