„Wir können feststellen, dass das Slowakische Paralympics-Team so weit ist, zum Austragungsort der Paralympischen Winterspiele 2026 zu reisen“, sagte der Leiter der slowakischen Delegation für die anstehenden Paralympics Tomáš Varga am Mittwoch (25.2.). Er ist zuversichtlich, dass die Teammitglieder bereit sind, erneut nach den höchsten Zielen und Podiumsplätzen zu streben.
Bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo, die am sechsten März starten, wird die Slowakei mit der bisher größten Delegation dabei sein. Sie umfasst 58 Mitglieder, darunter 30 Sportler und Guides. Zum ersten Mal wird die Slowakei bei den Paralympics in allen Sportarten vertreten sein – im Paraeishockey, Rollstuhlcurling, Parabiathlon, Paraskilanglauf, Parasnowboard und Paraalpinski.
Zum zweiten Mal wird die slowakische Para-Eishockeymannschaft bei den Spielen antreten, die vor vier Jahren in Peking den siebten Platz belegte. Ein regelmäßiger Teilnehmer ist inzwischen die Rollstuhlcurling-Mannschaft, die zuletzt knapp hinter den Podiumsplätzen landete. Traditionell zahlreich ist die Delegation im Paraalpinski, wo die Slowakei erneut um Medaillen kämpfen könnte.
Der Exekutivausschuss des Slowakischen Paralympischen Komitees wird noch am morgigen Freitag über die endgültige Bestätigung der Delegation entscheiden, da es gegenüber den Nominierungen mehrere Änderungen gab, infolge der Verletzungen oder aus anderen Gründen. Der Exekutivausschuss wird sich auch mit der Beteiligung der Slowakei an der Eröffnungsfeier der Paralympics befassen. Das ukrainische Paralympische Komitee hat zu einem Boykott aufgerufen. Damit reagiert es auf die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees, russischen und belarussischen Athleten die Teilnahme unter ihren Nationalflaggen zu ermöglichen. „Das hat auch uns getroffen“, sagte der Vorsitzende des Slowakischen Paralympischen Komitees Ján Riapoš: „Bislang haben wir noch nicht offiziell reagiert, da wir mehrere zuständige Stellen geduldig um Stellungnahme gebeten hatten. Wir haben uns an den slowakischen Staatspräsidenten, den Nationalratsvorsitzenden und die Minister gewandt, da das Slowakische Paralympische Komitee nicht Eigentümer der Symbolik der Slowakischen Republik ist. Sprechen wir also über die Nichtteilnahme der slowakischen Flagge an der Eröffnungsfeier, ist es unerlässlich, dass uns auch die Vertreter des Staates ihre Meinung mitteilen. Gleichzeitig starten wir eine Abstimmung für unser Team, damit jedes Mitglied, das die Slowakei vertreten wird, sich frei und freiwillig zu dieser Situation äußern kann.“
Quelle: TASR