Die Kraftstofflieferungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft sind in keiner Weise gefährdet, die Erdölsicherheit der Slowakei ist gewährleistet. Darüber informierte die slowakische Verwaltung der Staatsreserven (SŠHR) nach einer Sitzung der Kommission für Erdölsicherheit NESO am Montagnachmittag (16.2.) im Zusammenhang mit der vorübergehenden Unterbrechung der Erdöllieferungen über die Erdölleitung Druschba an die Slowakei. Auf der Sitzung wurden aktuelle Informationen von der slowakischen Raffinerie Slovnaft und vom Betreiber der Pipelineinfrastruktur Transpetrol sowie weiterer betroffener Subjekte erörtert. Wie die Kommission feststellte, wird die Situation genau überwacht und regelmäßig ausgewertet. Im Rahmen der eingeleiteten Präventivmaßnahmen befürwortete die Kommission den Antrag von Slovnaft auf Nutzung eines Teils der Erdölnotvorräte, um eine stabile Versorgung des slowakischen Markts zu gewährleisten.
Da die Ukraine den Rohöltransport über die Druschba-Pipeline noch nicht wiederaufgenommen hatte, wandten sich Ungarn und die Slowakei an Kroatien, um den Transport von russischem Öl über die Adria-Pipeline zu ermöglichen. Dies schrieb der ungarische Außenminister Péter Szijjártó am Sonntag (15.2.) in einem sozialen Netzwerk. Kroatien erklärte sich inzwischen bereit, der Slowakei und Ungarn nach der Unterbrechung des Transits durch die Ukraine mit Erdöllieferungen zu helfen. Bedingung hierfür sei die Einhaltung von EU-Recht und der Sanktionsvorschriften der US-Behörden. Das hatte der kroatische Wirtschaftsminister Ante Šušnjar in einem sozialen Netzwerk geäußert. Er betonte dort, dass Kroatien die regionale Energiesicherheit verantwortungsbewusst und transparent behandelt und keine Gefährdung der Brennstoffversorgung in Mitteleuropa zulassen werde. Die Kapazität der Adria-Pipeline stehe voll zur Verfügung und es gebe derzeit keine technischen Hindernisse für den Rohstofftransport.
Die Erdöllieferungen waren nach Angaben der Ukraine infolge russischer Angriffe auf die Infrastruktur der Pipeline bereits am 27. Januar eingestellt worden.
Quelle: TASR