Trenčín feiert den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2026“

Trenčín feiert den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2026“

Einen Monat nach dem offiziellen Start des Jahres als Europäische Kulturhauptstadt 2026 im finnischen Oulu hat am Freitag (13.2.) auch die westslowakische Bezirksstadt Trenčín dazu eingeladen, an drei Tagen den Beginn dieser Veranstaltungsreihe zu feiern. Der Freitag war in erster Linie für Programme an den Schulen vorgesehen. Der Schulunterricht fand nicht in seiner üblichen Form statt, sondern es wurde mit Musik und Tanz gefeiert und gelernt. Mancherorts waren es professionelle Bands, andernorts die Schülerschaft, die das bunte Treiben gestalteten, wie zum Beispiel an der Grundschule Bezručova, wo neben Folklore auch die Ode an die Freude, also die europäische Hymne zu hören war.

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Als weiterer Schauplatz diente die rundum erneuerte Synagoge, in der an allen drei Festtagen kostenlose Konzerte zu hören waren. Oľga Hodálová, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Trenčín, hat in diesem Zusammenhang unterstrichen, dass gerade dieses Jugendstiljuwel einer der Gründe für die erfolgreiche Kandidatur war.

Am Samstag (14.2.) haben sich oberhalb der Stadt in der Burg geladene Protokollgäste versammelt, um mit festlichen Reden zur Eröffnung beizutragen. Parlamentspräsident Richard Raši (Hlas-SD) betonte die strategische Bedeutung für die Entwicklung des Fremdenverkehrs in der Stadt, der Region und im Land. Er selbst war 2013 Bürgermeister der ostslowakischen Metropole Košice, als diese den Titel als erste Stadt der Slowakei überhaupt verliehen bekommen hatte. Der unabhängige Bürgermeister Richard Rybníček wies darauf hin, dass Trenčín eine offene und tolerante Stadt sein will, in der sich junge Menschen auch in der Zukunft glücklich fühlen sollen. In diesem Zusammenhang warnte er vor aufsteigenden totalitären Tendenzen. Laut einer Pressemitteilung des Kulturministeriums war Ministerin Martina Šimkovičová ebenfalls in Trenčín, um eine Reihe bilateraler Gespräche zu führen.

Das Gros der Besucherinnen und Besucher vom Wochenende feierte auf dem zentralen Friedensplatz. Am Samstag (14.2.) zog zunächst ein bunter Faschingsumzug durch die Gassen. Dabei haben Folklore-Gruppen aus der gesamten Region ihr Können zur Schau gestellt. Im Angebot waren aber auch Theater, Tanz, Akrobatik, Lightshows, regionale Gastro-Spezialitäten oder Werkstätten für nachhaltige Mode, da Trenčín vor 1989 als die slowakische Stadt der Mode galt. Zu den Höhenpunkten zählte die multimediale Schau auf und über dem Podium in Form eines steinernen Herzens, die Manifest Trenčín 2026 genannt wurde und die die Geschichte der Stadt und der Region erzählte sowie deren Protagonisten feierte. Zu sehen und zu hören waren unter anderem der Bürgermeister als Schlagzeuger sowie der Organisator des größten slowakischen Musikfestivals Pohoda Michal Kaščák als Sänger der legendären Band „Bez ladu a skladu“, der die Versammelten aufrief, die Hand nicht servil denen im Kreml zu reichen, sondern den Bedürftigen in der Ukraine, die seit vier Jahren der russischen Aggression mutig Widerstand leisten.

Das ganze umfangreiche Programm der Kulturhauptstadt Europas 2026, das gerade erst so richtig begonnen hat, ist unter www.trencin2026.eu zu finden.

Quelle: Správy STVR, TASR, www.trencin2026.eu
Juraj Gigac; Foto:

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