App der Bergrettung hilft seit sechs Jahren

App der Bergrettung hilft seit sechs Jahren

Die Zahl der in Bergregionen abgesetzten Notrufe steigt Jahr für Jahr. Obwohl Informationen zu den aktuellen Bedingungen und möglichen Risiken heute viel leichter zugänglich sind, nimmt die Zahl der Unfälle zu. Den slowakischen Bergrettern hilft bei den Einsätzen in den Bergen seit sechs Jahren eine App, die nach und nach um neue Funktionen erweitert wird. Allgemein ermöglicht sie den Rettungskräften, den Patienten schneller zu lokalisieren, die neuen Verbesserungen tragen dazu bei, die Rettungszeit noch zu verkürzen. Der Entwickler der App, Filip Maleňák: „Die App kann beispielsweise auch eine SMS-Nachricht senden, wenn der Patient nicht sprechen kann oder der Empfang vor Ort nicht ausreichend ist.“

Über die Bergrettungs-App kann man jetzt auch den nächstgelegenen externen Defibrillator suchen. In der Hohen Tatra sind die Defibrillatoren öffentlich zugänglich und strategisch an stark frequentierten Orten wie Hrebienok, Sliezsky dom oder Skalnaté Pleso aufgestellt. Sie dienen der Lebensrettung bei plötzlichem Herzstillstand und können auch von Laien bedient werden. Neben der Hohen Tatra gibt es ähnliche Geräte auch in anderen Orten, beispielsweise in Jasná in der Niederen Tatra.

Die App verbindet mehrere Komponenten des integrierten Rettungssystems und ab dem kommenden Sommer soll auch die Notrufnummer 155 hinzukommen. Eine weitere Neuerung ist, dass man die Taste direkt auf dem gesperrten Bildschirm des Mobiltelefons platzieren kann. Sie dient sowohl zum Herbeirufen von Hilfe, als auch für aktuelle Informationen über die Lawinengefahr in der jeweiligen Region.

Unglückliche Umstände, medizinische Ursachen, vor allem aber der menschliche Faktor sind laut Rettungskräften für die steigende Zahl der Einsätze im Gebirge, aber auch auf Skipisten verantwortlich. Laut dem Direktor des Bergrettungsdienstes Martin Matúšek überschätzen die Menschen in den Bergen oft ihre Kräfte, und das Ergebnis sind Einsätze aller Art. Im vergangenen Jahr absolvierten die slowakischen Bergrettungskräfte mehr als 3.100 Einsätze. Im Vergleich zum Vorjahr stieg ihre Zahl um acht Prozent. In vielen Fällen wurden sie über die neue App gerufen. Die Leiterin der Einsatzzentrale des Bergrettungsdienstes Jana Krajčírová: „Im Jahr 2025 haben wir über die Bergrettungs-App rund 200 Notrufe entgegengenommen.“

Quelle: STVR

Jana Hrbeková, Foto: TASR

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