Chef der Handelskammer: Wirtschaft ist nur noch ein Anhängsel der Politik

Chef der Handelskammer: Wirtschaft ist nur noch ein Anhängsel der Politik

Trotz der verkündeten Politik in alle vier Himmelsrichtungen, was grundsätzlich ein richtiger Ansatz ist, bleibt die Slowakei stark vom Binnenmarkt der Europäischen Union abhängig und verfügt nicht über das interne Potenzial, um dieses Prinzip wirklich umzusetzen. Dies sagte der Vorsitzende der Slowakischen Handels- und Industriekammer (SOPK) Peter Mihók auf der Konferenz Erwartete Entwicklung der slowakischen Wirtschaft im Jahr 2026: „Das grundlegende Problem der Slowakei und auch der EU selbst ist, dass die Wirtschaft nur noch ein Anhängsel der Politik geworden ist. Einer Politik, die oft unrealistische Ziele sowohl im öffentlichen Leben als auch im sozialen Bereich setzt.“

Mihók ist überzeugt, dass auf Kosten künftiger Generationen gelebt wird und man nicht genügend Entwicklungsimpulse für die Zukunft erzeugt. Das ergebe sich auch aus einer Umfrage zum Unternehmensumfeld, die seiner Meinung nach ein hartes, aber wahrheitsgemäßes Zeugnis für die heimische Wirtschaftspolitik ausgestellt hat. Diese schränke nach und nach den Spielraum für Unternehmen sowie für fähige Einzelpersonen ein, die außerhalb der Grenzen der Slowakei größere Möglichkeiten sehen als im eigenen Land. Mihók warnt vor einer Rückentwicklung der Industrie mit allen Auswirkungen auf Politik, Soziales und den Lebensstandard der Menschen.

All dies spielt sich seiner Meinung nach in einem Umfeld gnadenloser politischer Kämpfe ab, die nicht einmal die grundlegenden Spielregeln respektieren. „Der Kampf um Likes ist kein Weg zu wirtschaftlichem Wohlstand“, sagte Mihók und setzte fort: „Für die Zukunft unseres Landes, unserer Bürger und Unternehmen ist es unerlässlich, dass wir gemeinsam nach einem Ausweg aus der aktuellen Situation suchen. Die Slowakei und ihre Wirtschaft sind nur ein kleines Boot in einem stürmischen globalen und europäischen Raum. Wenn wir uns hierzulande nicht auf die grundlegenden Attribute und Wege unseres wirtschaftlichen Kurses einigen, werden wir in einer unsicheren Welt verloren gehen.“

Laut dem Chef der Slowakischen Handels- und Industriekammer muss man sich im europäischen Raum bewusstwerden, dass Europa als Kontinent, seine Firmen und die Bürger ohne eine europaweite Zusammenarbeit einem weiteren Niedergang ausgesetzt sein werden.

Quelle: TASR

Marika Antašová, Foto: TASR

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