In Bratislava wurde die erste KI-gestützte Gehirnoperation in Mitteleuropa durchgeführt

In Bratislava wurde die erste KI-gestützte Gehirnoperation in Mitteleuropa durchgeführt

Ärzte der Neurochirurgischen Klinik der Medizinischen Fakultät der Comenius-Universität und des Universitätskrankenhauses Bratislava im Stadtteil Kramáre haben letzte Woche die erste KI-gestützte Gehirnoperation in Mitteleuropa durchgeführt.

Darüber informierte Eva Kliská, die Sprecherin des Universitätskrankenhauses Bratislava. Dessen Direktor Alexander Mayer erklärte: „Die Abteilung für Neurochirurgie im Krankenhaus Kramáre konzentriert sich auf innovative Verfahren unter Einsatz modernster Technik, in diesem Fall unter Anwendung von künstlicher Intelligenz. Es ist faszinierend zu beobachten, welche Fortschritte wir in der Medizin in wenigen Jahren gemacht haben und vor allem, wie wir diese auch unter den Bedingungen in der Slowakei anwenden konnten.“

Die Operation wurde vom Leiter der Neurochirurgischen Klinik Andrej Šteňo zusammen mit einem Team in Kooperation mit dem Neurochirurgen Santiago Cepeda vom Universitätsklinikum Río Hortega im spanischen Valladolid durchgeführt. Laut der Sprecherin kann das von Wissenschaftlern des spanischen Krankenhauses entwickelte Modell der künstlichen Intelligenz während der Operation auf einem Ultraschallbild des Gehirns die Position von Tumorresten erkennen, die mit bloßem Auge oft nicht zu sehen sind. Deren Identifizierung trage wesentlich zum erfolgreichen Ausgang der Operation bei.

Šteňo betonte, dass der Nutzen der künstlichen Intelligenz bei der Operation von Hirntumoren bislang eindeutig erscheint. „Für unsere gesamte Klinik ist es ein großartiges Erlebnis, direkt bei der Entwicklung dieser faszinierenden Technologie zu stehen, die die Zukunft der Neurochirurgie verändern wird“, bemerkte er und fügte hinzu, dass die Ergebnisse der assistierten Gehirnoperation ermutigend seien. Wie die Sprecherin sagte, zeigte die postoperative Magnetresonanztomographie-Untersuchung des Patienten keine Tumorreste und er wird in häusliche Pflege entlassen.

Quelle: TASR

Marika Antašová, Foto: TASR

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