Ausländische Investitionen sind in der Slowakei willkommen, und jeder Investor kann mit der Unterstützung der zuständigen Ministerien sowie der spezialisierten staatlichen Agenturen rechnen. Dies sagte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico (Smer-SD) am Dienstag (26.8.) bei der feierlichen Eröffnung des neuen Werks des Unternehmens Hoval.
An der Veranstaltung in der nordslowakischen Gemeinde Istebné nahmen auch weitere Regierungsvertreter der Slowakei und Liechtensteins teil. Fico erklärte: „Die Slowakische Republik ist vor allem auf die Automobilfertigung und die Zulieferung für diese Produktion ausgerichtet. Schwankungen in einem Land wie Deutschland wirken sich sofort auf das Wirtschaftswachstum der Slowakei aus. Daher ist die Diversifizierung in die Produktion mit hohem Mehrwert ein äußerst wichtiger Weg für die Slowakei.“
Das neue Werk, in dem Wärmepumpen hergestellt werden, soll bis 2030 schrittweise 250 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Investitionsvolumen für seinen Bau belief sich auf rund 60 Millionen Euro. Zu Beginn der Investition genehmigte die Regierung der Firma eine Steuererleichterung in Höhe von acht Millionen Euro. Das liechtensteinische Unternehmen hat vor, in Istebné bis zu 32.000 Wärmepumpen pro Jahr zu produzieren. Wirtschaftsministerin Denisa Saková (Hlas-SD) wies hin: „Der Durchschnittslohn pro Mitarbeiter beträgt etwa 2.600 Euro, was in dieser Region im Grunde fast doppelt so viel ist wie der Durchschnittslohn, den die Menschen hier verdienen.“
Im Werk sind modernste Technologien installiert, die die Arbeit effizienter und schneller machen, betonte der Werksleiter Tomáš Horňák: „Im Jahr 2022 hatten wir etwa 250 Mitarbeiter. Jetzt sind es bereits rund 350. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Derzeit stellen wir im Grunde genommen monatlich etwa fünf bis zehn Mitarbeiter ein. Wir erwarten ein schrittweises Wachstum. Der Plan sah vor, dass wir bis 2030 bis zu 600 Mitarbeiter haben werden. Angesichts der aktuellen Marktlage gehen wir aber davon aus, dass dies möglicherweise etwas später der Fall sein wird. Wir bauen die Zusammenarbeit mit Mittel- und Hochschulen aus, denn wir setzen voraus, dass eine Menge Menschen benötigt werden, die nicht nur Wärmepumpen herstellen, sondern auch installieren und warten können.“ Man hat vor, eine duale Ausbildung anzubieten und erwägt auch die Einrichtung eines speziellen Fachs für Klimatechnik.
Quelle: TASR