Der slowakische Staatspräsident Peter Pellegrini hat am Mittwoch (2.4.) gemeinsam mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda im nordslowakischen Starý Smokovec eine Ausstellung zum 30-jährigen Jubiläum des Besuchs von Papst Johannes Paul II. in der Hohen Tatra eröffnet. Am Mittwoch war es auch genau 20 Jahre her, dass sich die Welt von Papst Johannes Paul II. für immer verabschiedet hat. Der polnische Staatspräsident bestätigte, dass der Papst ein Mann der Tatra war und beide Länder und Völker, die dieses Gebirge teilen, liebte. Dudas zweitägiger Abschiedsbesuch in der Slowakei steht ganz im Zeichen des Vermächtnisses dieses bedeutenden polnischen Geistlichen, der 1978 der erste nicht-italienische Papst wurde. Das polnische Oberhaupt erinnerte daran, dass die Aussage des Heiligen Vaters, dass „diese Berge unsere beiden Nationen nicht trennen, sondern sie vereinen“, in der Erinnerung beider Nationen verankert sei.
Ähnlich wie Duda während seiner zehnjährigen Amtszeit als Präsident tätigte auch Johannes Paul II. drei Besuche in der Slowakei. Beim zweiten Besuch im Jahr 1995 erfüllte er sich auch einen privaten Wunsch und besuchte das Berghotel Sliezsky dom im Tatra-Tal Velická dolina. An seinen Besuch in der Tatra erinnert die aktuelle Ausstellung in der Kirche in Starý Smokovec.
Darina Žembová vom Gemeindeamt Hohe Tatra informierte, dass die Ausstellung aus zwei Teilen besteht. Der eine stellt auf Tafeln, die von der polnischen Botschaft in der Slowakei vorbereitet wurden, das Leben, die Arbeit und das Wirken des polnischen Papstes dar. Der zweite Teil befasst sich mit dem Besuch von Johannes Paul II. in der Region vor 30 Jahren und wurde von der Stadt Vysoké Tatry in Zusammenarbeit mit der Regionalorganisation der Hohen Tatra vorbereitet. Laut Žembová wird das Jubiläum in diesem Jahr mit einer Reihe von Veranstaltungen begangen.
Die Ausstellung in der Kirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria, einem nationalen Kulturdenkmal, ist für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Die Besucher können sie mehrere Wochen lang in der historischen Kirche besichtigen, danach wird sie in die nahegelegene Peter-und-Paul-Kirche in Nový Smokovec verlegt.
Vor der Eröffnung der Ausstellung besuchten die Präsidenten auch die meistbesuchte Winterattraktion der Hohen Tatra - den Tatra-Eisdom auf Hrebienok. Dieses Jahr ist die Attraktion ebenfalls dem Gedenken an den beliebten polnischen Papst gewidmet. Die Eisbasilika stellt die Wawel-Kathedrale und die Adalbert-Kirche in Krakau dar.
Quelle: TASR