Die Slowakei strebt einen weiteren Eintrag im UNESCO-Verzeichnis an

Die Slowakei strebt einen weiteren Eintrag im UNESCO-Verzeichnis an

Die Slowakische Republik erweitert ihre Bestrebungen um den Schutz und die Förderung des immateriellen Kulturerbes, indem sie den Eintrag der mit der Schäferei und Sennerei verbundenen Traditionen in das repräsentative UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Menschheit anstrebt.

Wie das Zentrum für die traditionelle Volkskultur (CTĽK) beim Slowakischen Volkskunstkollektiv (SĽUK) informierte, legen die beteiligten Länder die Nominierung Transhumancia – Der saisonale Weidegang der Tiere (Transhumance, the seasonal droving of livestock) als Ergänzung der bereits existierenden internationalen Nominierung vor. Diese Nominierung wurde schon 2023 als Eintrag in das UNESCO-Verzeichnis erfolgreich umgesetzt. Derzeit umfasst sie folgende Länder: Albanien, Andorra, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Rumänien und Spanien.

Um eine Erweiterung der existierenden Nominierung bemüht sich die Slowakei gemeinsam mit Bulgarien, Polen, Serbien, der Türkei und der Ukraine. Am Donnerstag (27.3.) fand in Paris die Unterzeichnung des gemeinsamen Nominierungsdokumentes durch Vertreter der beteiligten Länder statt. Für die Slowakei wurde das Dokument von Anna Plassat Muriňová, der ständigen Vertreterin der Slowakei bei der UNESCO unterzeichnet.

Zum Koordinator des gemeinsamen Gesuches wurde Rumänien ernannt. Für die Slowakei hat das Expertenteam Ľubica Voľanská, die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Ethnologie und soziale Anthropologie der Slowakischen Akademie der Wissenschaften (SAV) in Bratislava und zugleich externe Mitarbeiterin des Zentrums für die traditionelle Volkskultur (CTĽK) geleitet.

Der saisonale Weidegang der Tiere umfasst spezifische kulturelle Erscheinungen, die Beziehung des Menschen zu den Tieren und zur Umwelt, die Problematik des Klimawandels, das Bemühen um die Einhaltung des Charakters der Gebirgsregionen sowie die wirtschaftlichen Aspekte.

Zur Einreichung der Nominierung trug auch die Gemeinschaft der betroffenen Handwerke wie etwa die Schafhirte und Oberschäfer, die Hersteller der mit der Schäferei verbundenen Produkte sowie die Gemeindevertretungen in den betroffenen Regionen bei.

Falls die Nominierung gebilligt werden sollte, wird die Slowakei dem Schutz und der Einhaltung einer der bedeutenden Traditionen und dem unverwechselbaren Lebensstil, der den Menschen und die Natur vereint, wieder einen Schritt näher kommen.

Quelle: TASR

Sofia Miklovic, Foto: UNESCO

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