44 Prozent der Slowaken haben letztes Jahr kein einziges Buch gelesen

44 Prozent der Slowaken haben letztes Jahr kein einziges Buch gelesen

Das gedruckte Buch bleibt auch in Zeiten der Digitalisierung am beliebtesten. Im letzten Jahr haben allerdings 44 Prozent der Slowakei kein einziges gelesen. Der Grund dafür ist am häufigsten Zeitmangel. Das geht aus einer Untersuchung der Agentur NMS hervor, die vom 12. bis 17. März an einer Gruppe von über eintausend Personen durchgeführt wurde. Anlass dafür war der aktuelle Monat des Buches. Wie die Agentur erklärte, bleibt trotz zunehmender Digitalisierung das gedruckte Buch unter den Lesern die beliebteste Form des Lesens. Klassische Bücher werden von 93 Prozent der Befragten am liebsten in die Hand genommen. Tragbare Lesegeräte für E-Books bevorzugen fünf Prozent der Beteiligen und für Hörbücher entscheiden sich knapp drei Prozent. Wie die Agentur NMS betonte, gilt das Lesen von Büchern nicht nur als Quelle von Informationen und Unterhaltung. Es fördert auch das kritische Denken, die Empathie und die Vorstellungskraft. In Zeiten schneller digitaler Medien bleibt das Lesen von Büchern auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil von Bildung und kultureller Entwicklung der Gesellschaft. Wie die Untersuchung der Agentur weiter ergab, überwiegen unter den Menschen, die nicht lesen, vor allem Männer, Menschen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren, Menschen mit einem niedrigeren Schulabschluss, Personen aus dem Osten der Slowakei und aus den kleinsten slowakischen Gemeinden mit unter 1.000 Einwohnern. Als häufigsten Grund, warum sie keine Bücher lesen, nannten die Befragten Zeitmangel. Ein Drittel von ihnen gab außerdem zu, dass ihnen das Lesen keinen Spaß macht. Die Umfrage zeigte weiter, dass die meisten Leser im vergangenen Jahr maximal fünf Bücher gelesen haben. Mindestens ein Buch hatte mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer gelesen, darunter überwiegend Frauen und die ältere Generation. Einer von zehn Befragten las bis zu zehn Bücher und sieben Prozent der Befragten sogar bis zu 20 Bücher. Zu den echten Bücherwürmern, die im letzten Jahr mehr als 20 Bücher gelesen haben, gehören sechs Prozent der Bevölkerung. Am häufigsten lesen in der Slowakei ältere Menschen, gefolgt von der Generation Z, und Leute mit Hochschulabschluss. Interessant ist, dass die häufigste Variante, wie die Leute an Bücher kommen, deren Kauf ist. Knapp 40 Prozent der Leser bekommen Bücher geschenkt, ein Drittel kehrt auch zu Büchern in der eigenen Bibliothek zurück. Der Besuch einer öffentlichen Bibliothek ist die am wenigsten genutzte Möglichkeit, an ein Buch zu gelangen.

Quelle: STVR

Kerstin Plaschke-Jakubik, Foto: Pixabay/Foto-Rabe

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