Die Besitzer von gefährlichen Hunden werden sich auf härtere Strafen vorbereiten müssen, falls ihre Haustiere einen Menschen angreifen.
Es handelt sich bereits um einen zweiten Versuch der regierenden SMER-SD, ein Gesetz zu verabschieden, das auf die vermehrten Angriffe solcher Art reagieren will. Nachdem eine Liste gefährlicher Hunderassen, deren Besitz strenger kontrolliert werden sollte, im Parlament keine Unterstützung fand, wolle man strenger gegen unverantwortliche Besitzer vorgehen.
Die neue Regelung soll darauf basieren, dass ein Hund von den Behörden als ein gefährliches Tier eingestuft werden kann. Sein Besitzer muss dann ein vom professionellen Kynologen geführtes Hundetraining absolvieren. Falls auch dies nicht hilft und der Besitzer seinen Hund nicht ausreichend kontrollieren kann, muss er das Tier einer Person überreichen, die dies bewältigen kann. Laut eines der Gesetzesautoren, Milan Polák könnte es in der Praxis allerdings öfters in einer Einschläferung resultieren.
Damit diese Regeln auch eingehalten werden, schlägt das Gesetz auch hohe finanzielle Strafen vor. Eine nicht gemeldete Beiß-Attacke etwa soll bis zu 1400 Euro kosten. Ein fehlender Nachweis, dass man tauglich ist, einen gefährlichen Hund zu kontrollieren, könnte mit 2000 Euro bestraft werden.
Problematisch bleibt allerdings die Definition eines gefährlichen Hundes. Im Gesetzesentwurf steht unter anderem, dass es sich um jeden Hund handelt, der bereits einen Menschen angegriffen hat, oder bei dem ein berechtigtes Risiko einer solchen Handlung besteht. Dem Vorsitzenden der Slowakischen Kynologischen Union, Jozef Jursa, zufolge sei es hierbei schwierig eine feste Grenze zu definieren, wann ein Hund gefährlich wird. Nach der jetzigen Auslegung der Rechtsnorm könnte zum Beispiel auch ein Chihuahua dazu gehören. Die von solchen Hunderassen verursachten Schäden sind jedoch meistens gering im Vergleich zu kräftigeren Tieren. Laut Jursa wäre viel mehr ausschlaggebend, wenn man die Hunde hierbei nach ihrem Gewicht einstufen würde.
Quelle: TASR