In den ostslowakischen Regionen Prešov und Košice wurde der Ausnahmezustand verhängt. Ursache ist Giftmüll in der Nähe des Geländes der einstigen Firma Chemko Strážske, der die Einwohner bedroht. Dies teilte Innenministerin Denisa Saková nach der Regierungssitzung am Mittwoch mit.
"Das Innenministerium ist dafür verantwortlich, die Quelle dieses gefährlichen Abfalls zu entsorgen. Anschließend wird das Umweltressort dafür zuständig sein, Umweltbelastungen zu beseitigen - durch die Boden-, Luft- und Wassersanierung."
Das Ministerium sollte in den nächsten Tagen Schritte unternehmen, um eine Firma zur Beseitigung des gefährlichen Mülls auswählen zu können. Die Ressortchefin hofft, dass der Abfall nicht größeres Ausmaß haben wird als ausgewertet wurde.
Die Lagerung von hunderten Tonnen polychlorierter Biphenyle (PCB) auf dem Betriebsgelände wurde Jahrzehnte lang nicht offiziell bestätigt. Erst als die Firma aufgelöst wurde, kontrollierten die staatlichen Organe das Areal. Verrostete Fässer mit diesen giftigen Stoffen wurden im Vorjahr auch vom Besitzer der anliegenden Grundstücke gefunden. Sie wirken sich auf das endokrine, Reproduktions-, Immun- sowie das Nervensystem aus und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
Die Regierung werde für die Sicherstellung der Arbeiten zur Beseitigung des gefährlichen Abfalls so viele Mittel bereitstellen wie nötig, sagte Premier Peter Pellegrini: "Wie mich Frau Ministerin Saková informiert hat, werden wir in Kürze die Information auf dem Tisch haben, dass der Staat auf eigene Kosten die Fässer verlegen wird. Das Ausmaß der Umweltschäden ist natürlich größer. Hierbei kommen wir ohne die Kooperation mit dem Umweltministerium nicht aus. Für mich ist es jetzt ausschlaggebend, die Halden mit gefährlichen Abfällen zu entsorgen - sie vorübergehend an einem sicheren Ort zu lagern, damit sie nicht mehr ins Trinkwasser durchsickern. Dann werden wir sie verarbeiten lassen müssen."
Quelle: TASR