Arbeitsmarkt: Digitale Kenntnisse gefragt

Arbeitsmarkt: Digitale Kenntnisse gefragt

In der Slowakei wurde erstmals das neue Modell des kollaborativen Roboters UR16e präsentiert. Dieser eignet sich für Unternehmen, die eine Automatisierung beschleunigen möchten. Man könnte ihn bei einer sich wiederholenden und monotonen Tätigkeit einsetzen, etwa beim Schrauben oder bei der Arbeit mit Paletten, unter anderem in der Lebensmittelbranche, Automobilindustrie sowie im Maschinenbau. Laut des Produktmanagers des Unternehmens MTS, Dávid Gurčík, könne man durch die Automatisierung der Produktion mithilfe von kollaborativen Robotern den Arbeitskräftemangel im Land lösen.

Den immer markanteren Mangel an qualifizierten Arbeitskräften bezeichnete Arbeitsminister Ján Richter als eine ernste Herausforderung. Bei der Konferenz unter dem Titel „Werden wir mit Innovationen hochqualifizierte Arbeitskräfte sichern?" sagte er, man befasse sich mit den Forderungen vieler Arbeitgeber, die nicht genug Angestellte finden können.

Der Vizepremier für Investitionen und Digitales Richard Raši meinte auf der Konferenz: Aus Sicht der Risikoarbeitsstellen, die automatisiert und robotisiert werden, zählt die Slowakei zu den Ländern, die künftig am meisten gefährdet sein könnten. „Die traditionelle Industrie, die Automobilindustrie, auf der unsere Wirtschaft ruht, wird stark robotisiert und automatisiert. Dies kann sich sogar auf 40 Prozent der Arbeitsstellen in der Produktion auswirken."

Wie Raši bemerkte, werden auch neue Arbeitsstellen geschaffen werden. Erforderlich seien dabei vor allem digitale Kenntnisse der Arbeitnehmer in zwei Bereichen: „Der eine ist der Sektor der Informationstechnologien, in dem rund 13.000 IT-Spezialisten fehlen. Den anderen bilden alle anderen Angestellten in den Branchen, die die digitale Transformation am meisten betrifft. Wir alle werden unsere digitalen Fähigkeiten verbessern müssen, damit wir für die Arbeitgeber auch künftig nützlich und die Firmen konkurrenzfähig sind."

Im Mai billigte die Regierung eine Strategie für die digitale Transformation der Slowakei bis 2030 und im Juli einen darauf anschließenden Plan. In diesen Tagen wird eine landesweite Untersuchung der digitalen Kenntnisse der Arbeitskräfte ausgewertet, informierte der Vizepremier. Demnächst wird man mit ausgewählten Vertretern von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus verschiedenen Regionen Interviews führen. Diese sollen dazu beitragen, dass die Arbeitnehmer durch auf sie zugeschnittene Programme die erforderlichen Fähigkeiten erwerben.

Die Staatssekretärin im Bildungsministerium Oľga Nachtmannová sieht das Schulwesen vor großen Herausforderungen. Man müsse laut ihr die Kinder an Grundschulen mehr für Naturwissenschaften begeistern.

Quelle: TASR

Marika Antašová Foto: TASR

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