Elektroroller: Regelungen für alternativen Verkehr geplant

Elektroroller: Regelungen für alternativen Verkehr geplant

Die Elektromobilität entwickelt sich rasant und mit ihr auch die alternativen Varianten des Personenverkehrs, einschließlich kommerzieller Dienste. So hat zum Beispiel eine Firma vor wenigen Tagen in Bratislava ein öffentliches Verleihsystem für Elektroroller in Betrieb genommen. Die Roller sind seit dem letzten Jahr mehr und mehr in den Straßen zu sehen. Die Nutzer fahren mit ihnen auf Fußwegen oder den Straßen. Es scheint, dass es nicht ganz klar ist, wohin sie gehören. Auf dem Fußweg sind sie zu schnell, auf der Straße wiederum zu langsam. Das sollte sich aber demnächst durch die Novelle des Straßenverkehrsgesetzes ändern, so Petar Lazarov, Sprecher des Innenministeriums:
„Wir schlagen vor, dass Verkehrsteilnehmer, die Roller mit einem zusätzlichen Motor benutzen, in die Kategorie der nicht motorisierten Fahrzeugführer übergehen, so wie es bereits die Radfahrer mit einem zusätzlichen Motorantrieb sind."

Das bedeutet, dass die Rollerfahrer auf dem Fußweg entweder absteigen oder in einer solchen Geschwindigkeit fahren müssen, wie die Fußgänger laufen. Außerhalb von Ortschaften müssen sie Helme tragen. Mit der erhöhten Benutzung von Elektrorollern und anderen alternativen Verkehrsmitteln in den größeren Städten wie z. B. Bratislava, besteht ein höheres Risiko von Zusammenstößen mit Passanten und Autos. Damit sollte sich der Magistrat der Hauptstadt bald befassen. Der Manager des Verkehrsdienstes "Grüne Welle" bei RTVS, Ľuboš Kasala:
„Nicht alle Fahrer sind so umsichtig und sie sind auch nicht daran gewöhnt, dass es auf den Straßen viele Rad- oder Rollerfahrer gibt."

Die Stadtregierung verspricht eine Reihe von Maßnahmen, eine davon sei die Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit auf 10 km/h in gekennzeichneten Zonen, außerdem dass das Parken der Roller nur an Fahrradständern erlaubt sei. Die Stadt verspricht ebenso, im nächsten Jahr mit dem Bau von Fahrradwegen über fast 70 Kilometer zu beginnen. Dazu die Innovationsbeauftragte der Stadt Bratislava, Petra Dzurovčinová:
„Wir würden uns freuen, wenn auch andere Mikromobilitätsformen wie zum Beispiel die Roller auf den Fahrradwegen unterwegs sind. Je mehr sie genutzt werden, desto besser ist es und eben auch sicherer für alle Verkehrsteilnehmer."

Der separate Fahrradweg, der sowohl von der Straße als auch vom Fußweg abgeteilt ist, sei den Experten zufolge die beste Lösung für die neuartigen Verkehrsmittel. Das Inkrafttreten der Gesetzesnovelle, mit der Elektroroller in einer Rechtsnorm definiert werden sollen, ist für Dezember geplant.

Quelle: RTVS

Kay Zeisberg, Andrej Búran; Foto: TASR

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