Die slowakische Nationalflagge solle in Zukunft schon aus weiter Ferne zu sehen sein: Dafür lässt Parlamentspräsident Andrej Danko, der auch Vorsitzender der aktuell mitregierenden Slowakischen Nationalpartei ist, nunmehr einen besonders hohen Fahnenmast vor dem Parlamentsgebäude in Bratislava errichten. Dreißig Meter beträgt die von Technikern und Bauingenieuren gerade noch als für die Stabilität unbedenklich eingestufte Maximalhöhe.
Denkmalschützer hatten hingegen vorgeschlagen, die Fahne einfach auf dem Dach des Parlamentsgebäudes oder auf der etwa 100 Meter entfernt gelegenen Burg anzubringen. Danko war damit aber nicht zufrieden. Außerdem bestünde laut ihm die Gefahr, dass die Konstruktion auf jemanden herunterfallen könne. Die Errichtung dieses Mastes sei also notwendig. „Wenn wir etwas machen, dann richtig", so der SNS-Politiker.
Mit einer Höhe von dreißig Metern sei der slowakische Fahnenmast drei Meter höher als jener vor dem ungarischen Parlament in Budapest, so Andrej Danko. Der öffentlich geäußerten Kritik, es gehe ihm nur darum, dass die Slowaken damit einen noch höheren Fahnenmast als die Ungarn hätten, widersprach er:
Selbstverständlich handelt es sich nicht um einen Wettlauf. Vielmehr geht es darum, dass die Slowakei einen Mast bekommt, auf dem in möglichst großem Ausmaß die Fahne oder das Staatswappen der Slowakischen Republik befestigt werden können, wie es auch in anderen Ländern üblich ist.
Danko erhoffe sich die Fertigstellung des in den Medien und sozialen Netzwerken umstrittenen und teilweise verspotteten Fahnenmast-Projektes noch bis zum Staatsfeiertag der Verfassung am 1.September. Nach seinen Worten werde er aus eigener Tasche 9.000 Euro zu dem Bauvorhaben beitragen, auch sein Kanzleichef Daniel Guspan stelle eine ähnliche Summe zur Verfügung. Somit würden sich die Kosten für den Staat auf nicht mehr als 34.000 Euro zuzüglich Steuern belaufen.
Quelle: TASR