Als eine einzigartige Forschungsstätte kann man den Bereich für Strukturbiologie des Forschungs- und Ausbildungszentrums "StruBioMol" bezeichnen. Laut der Sprecherin der Slowakischen Akademie der Wissenschaften Monika Hucáková handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Instituts für Molekularbiologie der SAV mit den Max Perutz Labs der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien.
Die Slowakei bekomme damit den ersten Standort mit Geräten zur Bestimmung der Eigenschaften von Proteinen und Protein-Kristallen sowie für deren automatisierte Dokumentation und röntgenstrukturierte Analyse. Das Projekt sei auf die Errichtung eines gemeinsamen Bildungs- und Forschungszentrums für Doktoranden, wissenschaftliche Mitarbeiter und Interessenten aus der Praxis gerichtet. Ferner solle der Ausbau einer breiten wissenschaftlich-fachlichen Basis in der biomedizinischen Forschung und Praxis vorangebracht werden, sagte die Direktorin des Instituts für molekulare Biologie der Slowakischen Akademie der Wissenschaften Eva Kutejová.
Bei der Errichtung des Zentrums werden die Erfahrungen beider Partner sowie die gut funktionierende internationale Zusammenarbeit genutzt. Beide Wissenschaftsbereiche - sowohl die Bio-Medizin als auch die Bio-Technologie - sind moderne Fachrichtungen, deren Weiterentwicklung zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung wie auch der Umwelt beitragen können. Kutejová zufolge werden in das neue Zentrum im slowakisch-österreichischen Grenzgebiet große Hoffnungen gelegt. Die Strukturbiologie sei ein zeitgemäßes Mittel zur Identifizierung der Ursachen und Folgen schwerwiegender Erkrankungen und biete auch mögliche Heilmittel an.
Quelle: TASR