Straße unter der Donau wird gebaut

Straße unter der Donau wird gebaut

Zwischen den südslowakischen Gemeinden Vojka nad Dunajom und Kyselica soll eine neue Straße entstehen, die unter dem Fluss Donau hindurchführen wird. Das Projekt wurde schon länger erwogen, nun geht es mit der Umsetzung los. Der staatliche Betrieb Vodohospodárska výstavba hat schon die gültige Bauplatzbewilligung und wird am Montag die öffentliche Vergabe für die Baufirma ausschreiben. Die ersten Autos, Radfahrer oder Fußgänger sollten im Jahr 2022 unter der Donau unterwegs sein können. Dies gaben am Montag Umweltminister László Sólymos und der Generaldirektor von Vodohospodárska výstavba, Daniel Kvocera, bekannt. Ihm zufolge soll der Bau der Straße für die Bewohner der betroffenen Gemeinden, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer einen großen Beitrag leisten: Sie können diese Straße ganzjährig benutzen, was bei der Fähre nicht möglich war. Wichtig ist auch die Zeitersparnis. Mit der Fähre dauert es von einem Ufer zum anderen 15 Minuten und man muss dazu noch in einer Schlange warten. Mit der Straße wird es 3 Minuten dauern."

Die Investition soll sich auf etwa 25 Millionen Euro belaufen. Zurzeit dient eine Deichschleuse, die fünf Öffnungen hat, für die Ableitung des Sickerwassers in das Donau-Armsystem. Minister Sólymos zufolge reichen für die Entwässerung drei von ihnen aus, die restlichen zwei können für Verkehrs- und Transportzwecke benutzt werden: Zwei Jahre nach der Veröffentlichung unseres Vorhabens haben wir das Projekt fertig. Vodohospodárska výstavba beginnt aktuell mit dem Aufkauf von Grundstücken. Wenn alles glatt läuft, soll die Straße Anfang 2022 eröffnet werden.

Generaldirektor Kvocera informierte, dass von den fünf Öffnungen in der Deichschleuse nun zwei umgebaut werden. Eine wird dem Autoverkehr dienen, die zweite Radfahrern und Fußgängern. Alle können dann die Donau unterqueren - kostenlos und in Intervallen, die durch Ampel-Signale geregelt werden. Die Fähre, die hier bislang verkehrt, könnte künftig als zusätzliche Transportmöglichkeit dienen.

Quelle: TASR

Jana Hrbeková, Foto: TASR

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