Nationales Transplantationsprogramm soll Menschenleben retten

Nationales Transplantationsprogramm soll Menschenleben retten

Im letzten Jahr wurden in der Slowakei 201 Organtransplantationen durchgeführt. Am häufigsten wurden dabei Nieren transplantiert, wobei rund zehn Prozent der 146 gespendeten Nieren von lebenden Spendern stammten. Dank des Spende- und Transplantationsprogramms gelang es seit 1990 in der Slowakei 4.000 menschliche Leben zu retten. Anlässlich des Welttages der Organspende am Donnerstag wurde die Problematik im Slowakischen Gesundheitsministerium besprochen. Wie Ministerin Andrea Kalavská informierte, habe das Ressort im Jahr 2017 ein neues Transplantationsgesetz ins Leben gerufen. So wurde ihr zufolge ein System der Identifizierung von potenziellen Spendern für die Gesundheitseinrichtungen eingerichtet und der Aktionsplan des Nationalen Transplantationsprogramms für die Jahre 2019 bis 2020 geschaffen: Ziel ist es, möglichst viele Menschenleben zu retten, für die die Transplantation als einzige Behandlungsmethode möglich ist."

Außerdem gab Kalavská bekannt, dass seit Januar 2019 auch Bauchspeicheldrüsen im Transplantationszentrum im mittelslowakischen Banská Bystrica transplantiert werden können. Organe spenden kann man außer in Banská Bystrica auch in Bratislava, Martin und Košice. Gewöhnlich werden in der Slowakei neben Nieren auch Herzen und Lebern transplantiert. Die Slowakische Transplantationsgesellschaft bemüht sich seit vier Jahren mir der Kampagne „Sieben Leben" die Öffentlichkeit über dieses Thema zu informieren. Ihr Präsident Ľuboslav Beňa lobte dabei die Logistik des Transports der Organe von den Spendern zu den Empfängern in der Slowakei. Es wäre jedoch wünschenswert, den Anteil der gespendeten Nieren von lebenden Spendern zu erhöhen:„Unser Ziel ist es, die 20-Prozent-Grenze zu erreichen. Somit würden wir uns den höher entwickelten europäischen Länder annähern und diese Eingriffe einer höheren Zahl der Patienten ermöglichen."

Beňa zufolge sterben in Europa täglich 12 Patienten, die den Tag der Transplantation nicht mehr erleben. In der Slowakei sind aktuell 327 Patienten auf der Warteliste, die meisten davon warten gerade auf Nieren. Danach folgen die künftigen Empfänger von Herzen und Lebern sowie zwei Menschen, die auf Lungen warten. Einer Lungentransplantation unterziehen sich die meisten slowakischen Patienten in der Tschechischen Republik.

Quelle: TASR

Jana Hrbeková, Foto: TASR

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