Im Rahmen seines Russlandbesuchs sprach sich Premierminister Peter Pellegrini für die geplante Verlängerung der russischen Breitspur-Eisenbahn aus. Diese endet derzeit aus der Ukraine kommend in der ostlowakischen Stadt Košice. Künftig soll sie über Bratislava bis nach Österreich verlängert werden.
Bei einer Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew erklärte Pellegrini: „Das Projekt der Verlängerung der Breitspur-Eisenbahn nach Bratislava und weiter auf die österreichische Seite ist ein Projekt, dessen Investitionsvolumen um die acht Millionen Dollar oder mehr umfassen kann. Das ist die erste Sache. Der Minister für Handel und der Generaldirektor der russischen Eisenbahnen haben uns darüber informiert, dass es wirklich zu einem deutlichen Anwachsen des Gütertransports auf Schiene zwischen der Europäischen Union und dem östlichen Teil der Welt kommt."
In den letzten Jahren ergriff die Slowakei kaum Initiative, wenn es darum ging, die Breitspur-Eisenbahn zu planen. Die russischen Vertreter begrüßten den Stimmungswechsel in Bezug auf das Projekt. Sie wiesen dennoch darauf hin, dass auch andere Länder Interesse zeigen würden. Im Fall, dass die Slowakei nicht intensiv am Projekt weiterarbeiten würde, könnte die geplante Eisenbahn alternativ auch durch Polen oder Ungarn führen.
Peter Pellegrini geht dennoch davon aus, dass nach dem Jahr 2020 mit dem Baubeginn zu rechnen sei. Er betonte darüber hinaus, dass es sich hierbei um ein Großprojekt handle, das mehr als bloß ein oder zwei Jahre in Anspruch nehmen werde. Der Bau der Strecke werde aber einen positiven Einfluss sowohl auf die wirtschaftliche Entwicklung als auch auf die Beschäftigungsquote haben.
Der Russlandbesuch des slowakischen Premiers dauert noch bis Freitag. Neben Medwedew trifft sich Pellegrini auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Quelle: TASR