Gedenktag anlässlich des 108. Jahrestages der Erklärung von Martin

Gedenktag anlässlich des 108. Jahrestages der Erklärung von Martin

Am 30. Oktober 1918 wurde von ca. 200 Mitgliedern des neu gegründeten Slowakischen Nationalrats (SNR) die Erklärung der slowakischen Nation (auch als Martin-Erklärung bezeichnet) verabschiedet. Sie bekräftigte den Willen der slowakischen politischen Vertretung zur Schaffung eines gemeinsamen tschechoslowakischen Staates. Mit der Erklärung wurde die Loslösung der Slowakei von Ungarn offiziell ausgerufen und eine neue Union mit der tschechischen Nation geschaffen und bestätigt. Diesem politischen Schritt folgten jedoch kriegerische Auseinandersetzungen, da ungarische Truppen das Gebiet der Slowakei nicht verlassen wollten. Zwischen November 1918 und Ende Januar konnten tschechoslowakische Einheiten mit Unterstützung aus Italien, Frankreich und Rumänien gas ganze Gebiet der Slowakei besetzen. Anfang 1919 wurde das Oberkommando der tschechoslowakischen Armee in der Slowakei eingerichtet. Oberbefehlshaber war bis Ende Mai 1919 der Chef der italienischen Militärmission in der Tschechoslowakei, Divisionsgeneral Luigi Giuseppe Piccione. Nach dem kommunistischen Umsturz 1919 in Ungarn kam es erneut zu Kämpfen. Bis Mitte Juni 1919 hat die ungarische Armee mit Hilfe aus Polen mehr als zwei Fünftel der Slowakei besetzt. Am 12. Juni 1919 wurde auf der Pariser Friedenskonferenz die endgültige tschechoslowakisch-ungarische Grenze festgelegt. Es folgte eine Gegenoffensive, wobei die letzten ungarischen Einheiten die Slowakei am 7. Juli 1919 definitiv verlassen haben. Bei den Kämpfen verloren auf der tschechoslowakischen Seite ungefähr 2.000 Menschen ihr Leben.

Quelle: TASR, vhu.sk
Juraj Gigac; Foto: TASR

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