Die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) biete eine Chance, die Zahl der vermeidbaren Todesfälle durch Krebs zu senken. Das hat am Donnerstag (22.10.) der slowakische Staatspräsident Peter Pellegrini erklärt. Er rief Eltern dazu auf, sich für die Möglichkeit einer HPV-Impfung zu interessieren, da es richtig sei, Kinder impfen zu lassen. Pellegrini zufolge sei es wichtig, das Vertrauen der Öffentlichkeit in Wissenschaft, Forschung und medizinisches Fachwissen zu stärken. Am Mittwoch (21.10.) ernannte er die sich als Impfskeptikerin positionierende Kulturministerin Martina Šimkovičová (nominiert von der Slowakischen Nationalpartei) zur Vizeministerpräsidentin. Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge liegt aktuell die Quote in der Slowakei, in der seit 2010 gegen HPV geimpft wird, bei etwa 50 Prozent für Mädchen und über 30 Prozent für Jungen. Bis 2030 soll sie auf 90 Prozent steigen. Die Datenlage im Global HPV Prevention Atlas zeigt, dass die HPV-Impfquote in der Slowakei nach Rumänien und Griechenland die drittniedrigste innerhalb der EU ist.
Quelle: TASR, https://hpv.srhrpolicyhub.org