Die Slowakei erwäge den Bau einer Ölpipeline zur Raffinerie Schwechat in Österreich. Das hat die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Saková (Hlas-SD) am Donnerstag (22.10.) auf der Energiekonferenz Energofórum 2026 bekanntgegeben. Eine Finanzierung des Projekts aus europäischen Mitteln wäre dabei optimal, um neue Öllager im Westen des Landes zu errichten und auch um im Rahmen der Verbindung mit Tschechien Öl-Rückflussmöglichkeiten zu realisieren. Obwohl die Europäische Kommission keine Projekte für fossile Rohstoffen mehr finanzieren wolle, werde die Slowakei versuchen, eine Ausnahme zu erreichen, um Mittel aus dem europäischen Energiepaket zu erhalten. Am Freitag (23.10) fliege sie zudem zum slowakisch-türkischen Wirtschaftsforum in Istanbul, um bilaterale Gespräche mit dem türkischen Energieminister zu führen. Eine Pipeline aus Aserbaidschan sei nämlich eine der Alternativen, wenn die Slowakei ab September 2027 kein russisches Gas mehr importieren kann.
Quelle: TASR