Am 22. Oktober 1915 wurde von slowakischen und tschechischen Landsleuten in den USA das Cleveland-Abkommen unterzeichnet, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gründung der Tschechoslowakei. Anlässlich des 111. Jahrestages äußerte der slowakische Außenminister Juraj Blanár (Smer-SD) am Donnerstag (22.10.), dass Auslandslowaken eine wichtige Rolle bei der Entstehung der slowakischen Staatlichkeit spielten und bis heute ein untrennbarer Bestandteil der slowakischen Identität seien. Aktuell wird im slowakischen Parlament die von der Regierungskoalition vorgeschlagene Abschaffung der Briefwahl für Auslandsslowaken diskutiert, obwohl sich die Regierung in ihrer Erklärung verpflichtete, diese auch auf die Wahl des Präsidenten zu erweitern. Am Freitag (23.10.) ist Außenminister Blanár zu einer Arbeitsreise nach Tschechien aufgebrochen. In Prag wolle er mit seinem tschechischen Amtskollegen Petr Macinka und Parlamentschef Tomio Okamura den intensiven politischen Dialog fortsetzen und die Zusammenarbeit vor einer gemeinsamen Sitzung der Regierungen beider Länder im November 2026 auswerten. Dabei wollen sie sich mit den Themen Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit, Emissionshandelssystem ETS2, illegale Migration, EU-Erweiterung und mehrjähriger Finanzrahmen für die Jahre 2028-2034 befassen. Zudem wollen sie über die Situation in der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten sowie über die transatlantischen Beziehungen sprechen.
Quelle: TASR