Der slowakische Landwirtschaftsminister Richard Takáč (Smer-SD) hat keine Einwände gegen den Transit von Waren durch die Slowakei. Wichtig sei jedoch, dass die Waren nicht auf den slowakischen Markt gelangen. Dieselbe Meinung vertritt der stellvertretende Vorsitzende der Oppositionspartei KDH, Viliam Karas. Dies geht aus den Aussagen der beiden Politiker in einer STVR-Fernsehdiskussion am Sonntag (18.10.) hervor. Die Politiker äußerten sich so hinsichtlich der Bitte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an die Slowakei, Polen, Rumänien und Ungarn, den Transit ukrainischen Getreides durch ihre Hoheitsgebiete aufgrund der Schwarzmeerblockade zu gestatten. Minister Takáč erinnerte daran, dass die slowakische Regierung die Liste der verbotenen Warenimporte aus der Ukraine in die Slowakei zwar erweitert, den Transit aber nicht verboten habe. Karas betonte, dass man dem Nachbarland zwar helfen, man sich aber gleichzeitig davor schützen müsse, damit die Waren nicht auf den slowakischen Markt gelangen.
Quelle: TASR