Am Sonntag (20.9.) hat in der slowakischen Hauptstadt Bratislava zum fünften Mal der Nationale Marsch für das Leben stattgefunden. An diesem Protestzug der Abtreibungsgegner*innen nahmen ungefähr 30.000 Menschen aus der gesamten Slowakei teil, darunter der Direktor des Slowakischen Rundfunks Peter Janků, der auch auf der Bühne auftrat. Die Pressesprecherin der Veranstaltung Milena Olšovská verglich im Vorfeld Abtreibungen mit Morden an geborenen Kindern. Ihr zufolge sei Sex kein biologisches Bedürfnis. Aus den Daten der europaweiten Meinungsumfrage Reviv EU aus dem Jahr 2023 geht hervor, dass 44 Prozent der Slowak*innen Abtreibungen in allen Fällen und 35 Prozent in den meisten Fällen für zulässig halten. Die Veranstaltenden des Marsches fordern ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und Leihmutterschaft, die in der Slowakei schon jetzt illegal ist.
Quelle: TASR, dennikn.sk