Slowakische Position zum C8-Gipfel im ukrainischen Bukowel

Slowakische Position zum C8-Gipfel im ukrainischen Bukowel

Er wisse gar nicht, was wir in diesem Land tun würden, falls es in einen militärischen Konflikt geriete, sagte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico (Smer-SD) vor Studierenden der Uni Prešov vor seiner Reise zum Gipfeltreffen der Karpaten-Integrationsinitiative C8, die von Freitag bis Sonntag (18. – 20.9.) im westukrainischen Bukowel stattfindet und bei der er sich krankheitsbedingt vom Staatssekretär des Außenministeriums Marek Eštok vertreten ließ. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei die wirtschaftsorientierte Veranstaltung auch für Länder geeignet, die die Ukraine nicht militärisch unterstützen. Am C8-Format sind neben der Slowakei Tschechien, Ungarn, Polen, Österreich, Serbien und Rumänien beteiligt. Der polnische Regierungschef Donald Tusk wollte, so im Gespräch für polnische Medien, mit Robert Fico unter anderem über das slowakische Veto bei den neuesten Russland-Sanktionen sprechen. Dabei wolle die Slowakei – wie auch Frankreich – verhindern, dass der russische Oligarch mit usbekischen Wurzeln Alisher Usmanof auf die Sanktionsliste kommt. Fico zufolge sei das neue EU-Haushaltsrahmenkonzept vor allem für die Rüstungsindustrie vorteilhaft. Diese floriert auch in der Slowakei. Alleine zwischen 2024 und 2025 haben sich die slowakischen Waffenexporte auf etwa 2,4 Mrd. Euro verdoppelt.

Quelle: TASR, onet.pl, Správy STVR, SITA

Juraj Gigac, Foto: TASR

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